Investmentguru warnt vor schlimmstem Crash der Geschichte

Nach dem Absturz Anfang Februar konnte sich der Dow Jones wieder auf mehr als 25.000 Punkte erholen. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Nach dem Einbruch der Aktienmärkte in den ersten Februartagen dieses Jahres wagen sich nunmehr die Bullen wieder aus Ihren Höhlen heraus. Und die nach wie vor extrem optimistische Bullenschar macht derzeit bevorzugt folgendes: sie rät weiter munter zum Einstieg in den fundamental irrational überbewerteten Aktienmarkt.

Fundamental gehe es der Wirtschaft blendend und die aktuelle Schwäche am Aktienmarkt sei ein Schnäppchen-Niveau für den Einstieg. So oder so ähnlich lautete der Grundtenor der Aktienmarkt-Optimisten in den vergangenen Tagen.

Das Heer der Bullen verwies ferner darauf, dass US-Präsident Trump ja für den Dow Jones immer noch die 30.000 als Kursziel ausgerufen habe. Derzeit notiert der altehrwürdige Index ja bei „nur“ gut 25.000. Insofern sei noch jede Menge Luft nach oben vorhanden. Das ist zumindest das bewusst nach außen geäußerte „Glaubensbekenntnis“ der Optimisten.

Investmentlegende meldet sich zu Wort

„Futter“ für die Bären, oder besser gesagt Realisten, lieferte indes kaum jemand anders als die Börsenlegende Jim Rogers. Herr Rogers, mittlerweile 75 Jahre alt, ist in deutschen Landen auch als Rohstoffguru bestens bekannt. Wie auch immer, jüngst äußerte er sich in einem Telefoninterview mit Bloomberg äußerst skeptisch mit Blick auf die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten.

Rogers meint jedenfalls, dass der Bärenmarkt, der nun bevorstehen würde, der schlimmste in der Geschichte werden würde. Er betonte in dem Kontext, dass die nun anstehende Baisse verheerende Auswirkungen haben werde. Diese werde eine schlimmere Katastrophe verursachen als alle bisherigen Blasen der Geschichte.

Schuldenkrise in den USA als Auslöser

Interessant ist auch, was Herr Rogers als Hauptursache für den anstehenden Zusammenbruch auf die Agenda bringt. Als den entscheidenden Grund für den schlimmsten Crash in der Geschichte des Aktienmarkts kritisiert er die sich gewaltig auftürmenden „Schuldenberge in der Weltwirtschaft“. Diese seien seit der Finanzkrise nicht mehr so hoch gewesen wie heute, vor allem nicht in den Vereinigten Staaten.

Ja, liebe Leser, die babylonischen Schuldenberge der Neuzeit werden uns noch sehr, sehr lange beschäftigen. Ob wir es wollen oder nicht. Offiziell sind wir ja trotz der leichten Turbulenzen immer noch nicht in einem Bärenmarkt für Aktien angelangt. Das merkte auch Herr Rogers an. Sicher ist jedoch, dass die Mutter aller Schuldenberge die Mutter aller Bärenmärkte hervorbringen wird. Die Zeit ist überreif dafür.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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