Investoren-Legende Warren Buffett sicher: Es wird wieder aufwärts gehen

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Auf der diesjährigen Hauptversammlung von Berkshire Hathaway hat Buffett Optimismus verstreut – ohne euphorisch zu sein. (Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com)

Eine Hauptversammlung ist normalerweise eine nicht wirklich vergnügungssteuerpflichtige Veranstaltung. Das sieht bei Warren Buffett und der Hauptversammlung seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ganz anders aus. Diese Hauptversammlung zieht Anfang Mai bis zu 40.000 Aktionäre aus aller Welt an. Die nehmen die Reise nach Omaha im US-Bundestaat Nebraska im Mittleren Westen der USA auf sich, um zu hören was Warren Buffett zu sagen hat.

Wie Sie sich vorstellen können, war es in diesem Jahr anders. Die Hauptversammlung hat am Wochenende stattgefunden – aber ohne Aktionäre. Doch im Grunde war alles fast alles wie immer: Warren Buffett saß auf der Bühne der großen Arena in Omaha und absolvierte erst die formale Hauptversammlung und dann später noch die Fragen der Aktionäre.

Ein großer Unterschied: In diesem Jahr saß nicht sein Geschäftspartner Charlie Munger neben ihm, sondern erstmals Greg Abel, einer der führenden Manager von Berkshire Hathaway und verantwortlich für das Nicht-Versicherungsgeschäft.

Buffett als Patriot auf der HV: „Never bet against America“

Und Buffett äußerte sich während der mehr als 5 Stunden zu vielen Dingen – natürlich auch zur Corona-Krise und zur weiteren Entwicklung. Dabei hatte er zwei grundsätzliche Einschätzungen: Zum einen ist der davon überzeugt, dass mittelfristig alles wieder gut werden wird und wir die Gefahr durch das Virus überwinde werden.

Zum anderen empfahl er Investoren „Never bet against America“. Tatsächlich ist Buffett ein großer Patriot. Dazu blickte er weit zurück in der US-Geschichte und erklärte aus seiner Sicht auch den fast unglaublichen Aufschwung – vor allem auch der Wirtschaft.

Für Buffett ist klar: Eine breit angelegte Erholung der Weltwirtschaft wird es nur geben, wenn es auch in den USA wieder aufwärts geht.

Aber ein Aspekt ist auch wichtig: An der Börse geht es nicht immer nur aufwärts. So hatte er ein sehr persönliches Beispiel aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise. Wenn Anleger kurz nach Buffetts Geburt im August 1930 den Dow Jones Index bei 245 Punkten gekauft hätten, mussten sie einen langen Atem mitbringen, um diesen Kurs wieder zu erreichen.

In den folgenden 2 Jahren rauschten die Märkte massiv nach unten und verloren mehr als 80% an Wert. Erst Anfang 1951 – also gut 20 Jahre nach dem Einstieg – erreichte der Dow Jones wieder das alte Niveau von rund 240 Punkten.

Hier sehen Sie ein: Wer in Aktien investiert, muss einen langen Atem mitbringen. Und wer an der Börse investiert muss in der Lage sein, große Schwankungen auszuhalten. Selbst ein Kursverlust von 50% ist in einer Krise immer möglich. Genau das ist bei vielen Werten zuletzt wieder passiert – vor allem auch aus der Ölbranche.

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