Investoren werden skeptisch beim Gold

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Einige Investoren werden so langsam skeptisch für die weitere Entwicklung beim Gold. Lesen Sie hier, ob diese Kritiker richtig liegen. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Die kurze Schwäche hat Gold schon wieder überwunden. Die Marke von 2.000 USD pro Feinunze rückt schon wieder in Reichweite. Doch nicht alle sehen die weitere Entwicklung bei dem Edelmetall positiv. Mittlerweile äußern sich auch etliche Gold Kritiker, denen der Zuwachs bei dem Edelmetall viel zu schnell gegangen ist.

Einer dieser Kritiker ist Matt Orton. Er ist Portfoliomanager bei Carillon Tower Advisers. Im Interview mit Bloomberg hat er sich jetzt klar als Goldkritiker gezeigt. Seiner Einschätzung nach ist Gold durch die aktuelle Preis relativ zu einer größeren Blase geworden als die auch schon hoch bewerteten Technologieaktien.

Dazu muss man allerdings auch wissen, dass Orton positiv eingestellt ist zur weiteren Entwicklung der Technologie Aktien. Seiner Einschätzung nach hat aber der Goldpreis sich zuletzt von seinen Fundamentaldaten entfernt. Aktuell sehen wir seiner Meinung nach bei Gold viel Optimismus und auch viele Spekulationen und daher sind auch die hohen Zuflüsse in den Goldmarkt so zu erklären .

Im Gegensatz dazu schätzt er die wirtschaftliche Lage bei viele Technologieunternehmen weiterhin positiv ein: “Alle reden über die Blase bei den Technologieaktien”, aber der Technologiesektor “steigt, weil viele dieser Unternehmen während Covid ihre Marktanteile steigern konnten”, so Orton.

Das ist ihm auch an den guten Gewinnen bei vielen technologiewerten klar ablesbar . Im Gegensatz dazu könnte nach Ansicht von Portfoliomanager Orton der Goldmarkt völlig entgleisen. Hier gibt er zu bedenken, dass bei einem Nachlassen der Risikofaktoren wie den aktuell geltenden niedrigen Zinsen und einem schwächeren Dollar auch sehr schnell das Interesse am Gold wieder zum Erliegen kommen könnte.

Korrekturgefahr beim Gold ist gegeben

Schaut man sich die Argumente des Portfoliomanagers etwas genauer an, so kann man schon sagen, dass er hier den Finger in die Wunde legt. Sicherlich wird Gold in Zeiten steigender Zinsen nicht mehr so stark performen wie zuletzt. Aber ein allgemeiner Anstieg des Zinsniveaus ist wohl auch nicht zu erwarten Punkt – dafür haben die Maßnahmen rund um die Bewältigung in der Corona-Krise das Fundament für weiter niedrige Zinsen in den USA oder auch bei uns in der Eurozone gelegt.

Dennoch bleibt natürlich beim Gold gerade nach dem deutlichen Zuwachs zuletzt immer noch die Gefahr einer weiteren Korrektur. Was mich allerdings positiv stimmt, ist der schnelle Anstieg nach zwei schwächeren Tagen am Goldmarkt. Wenn schon ein Niveau von etwas über 1.900 USD zum Aufbauen neuer Positionen genutzt wird, ist das auf jeden Fall ein gutes Zeichen für die weitere Entwicklung.

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Heiko Böhmer
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