Irischer Geheimtipp mit steigendem Gewinn, höherer Dividende und Index-Aufstieg

Nach der schwachen Vorwoche haben sich die europäischen Aktienmärkte heute wieder deutlich besser präsentiert:

Der deutsche Leitindex DAX konnte bis in den Nachmittag hinein um fast 1% zulegen, das europäische Börsen-Barometer EuroStoxx 50 stieg um gut 1,2% an.

Mit Spannung schauen die Anleger auf den kommenden Mittwoch: Dann treffen die Notenbanken der USA und Japans ihre nächste Leitzins-Entscheidung.

Während die Fed die Zinsen wahrscheinlich unangetastet auf niedrigem Niveau lassen wird, wird die Bank of Japan ihre Geldpolitik weiter lockern.

Das sind lediglich die Erwartungen der Analysten – ob es tatsächlich so kommt, ist nicht 100%ig sicher.

In der Konsequenz bedeutet das: Die gewisse Unsicherheit, die uns nun schon einige Zeit an der Börse begleitet, wird weiterhin die Märkte beeinflussen.

Index-Aufstieg weckt Interesse

Währenddessen sind am heutigen Montag einige Änderungen in deutschen und europäischen Aktien-Indizes in Kraft getreten. So übernimmt im TecDax das Systemhaus S&T den Platz vom Chip-Zulieferer Süss Microtec.

Im SDAX gibt es eine Änderung: Haushaltswaren-Hersteller Leifheit steigt in den Kleinwerte-Index auf, im Gegenzug muss die Commerzbank-Tochter Comdirect Bank den SDAX verlassen.

Schließlich finden sich auch im EuroStoxx50 Veränderungen:

Neu in der „Champions League“ des europäischen Börsen-Handels sind nun Adidas, der fusionierte Lebensmittel-Einzelhändler Ahold Delhaize sowie der Baustoff-Konzern CRH.

Sie nehmen die Plätze der Supermarkt-Kette Carrefour, des Versicherers Generali sowie der Bank Unicredit ein.

Anleger der aufgestiegenen Unternehmen können nun auf stabilere Kurse hoffen. Schließlich sorgt allein das bloße Listing in einem höheren Index für zunehmendes Investoren- und Analysten-Interesse.

Die damit einhergehende höhere Anzahl an detaillierten Analysen schaffen bessere und vertrauenswürdigere Prognosen – auch dies zieht neue Investoren an.

Starker Gewinn-Anstieg

Doch auch abseits des Listings-Effekts lohnt sich der Blick auf die Aufsteiger.

Beispiel CRH: Der irische Zement-Hersteller machte in den ersten 6 Monaten 2016 einen Netto-Gewinn in Höhe von 407 Mio. € – im Vorjahres-Zeitraum lag er lediglich bei 63 Mio. €.

Auch beim Umsatz gelang CRH ein starker Sprung um 35% auf 12,7 Mrd. €.

Hier sind allerdings die positiven Effekte von Übernahmen im vergangenen Jahr inkludiert .Aber auch auf vergleichbarer Basis konnten die Iren deutlich um 8% zulegen.

Was bei den Anlegern zusätzlich gut ankommt: CRH schüttet eine um 1,6% höhere Zwischen-Dividende von 0,188 € aus – laut Angaben von Jefferies ist dies die 1. Dividenden-Anhebung seit 2009.

19. September 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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