iRobot: Einstiegs-Chance nach der Kursrallye

Nach einer Kursverdoppelung im Jahr 2016 musste die iRobot-Aktie zuletzt einen Dämpfer einstecken.

Jetzt lautet natürlich die Frage: Handelt es sich nur um eine zwischenzeitliche Delle in der Aufwärts-Bewegung oder um den Anfang vom Ende der Erfolgsgeschichte?

Ich gehe von Ersterem aus.

Weltmarktführer für Haushalts-Roboter

Über 15 Mio. Haushalts-Roboter hat das US-Unternehmen iRobot bereits verkauft – und ist damit unangefochtener Weltmarkführer.

Zu den automatischen Helferlein aus dem Hause iRobot zählen:

  • Staubsauger,
  • Bodenwischer,
  • Poolreiniger
  • und Dachrinnen-Reiniger.

Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf den Premium-Bereich der Haushalts-Roboter.

Dank seiner Technologieführerschaft und dem bekannten Markennamen sind die Kunden bereit, mehr Geld für iRobot-Produkte auszugeben als für Konkurrenz-Produkte.

Diese Premium-Strategie bietet natürlich den Vorteil einer hohen Gewinnmarge, funktioniert allerdings nur solange, wie die Kundschaft bereit ist den Aufpreis zu zahlen.

Starke Zahlen für das 4. Quartal 2016

Wie schon bei den vorherigen Quartals-Berichten konnte iRobot die Prognosen der Analysten auch im 4. Quartal deutlich übertreffen:

Statt den erwarteten 206 Mio. US-Dollar Umsatz schaffte das Unternehmen 212 Mio. US-Dollar.

Noch größer fiel die positive Überraschung beim Gewinn mit 0,49 statt der prognostizierten 0,41 US-Dollar pro Aktie aus.

Aufgrund des Verkaufs der Militär-Roboter-Sparte sind die Zahlen nicht mit den Vorjahres-Werten zu vergleichen.

Vorsichtiger Jahresausblick 2017 sorgt für Kursrücksetzer

Eigentlich wäre nach solchen Zahlen ein Kurssprung zu erwarten gewesen, stattdessen gab die iRobot-Aktie nach Vorlage des Quartals-Berichts zwischenzeitlich um bis zu 15% nach.

Verantwortlich dafür waren sehr vorsichtige Prognosen des Managements für das laufende Jahr:

Während Analysten für 2017 bislang im Schnitt mit 1,60 US-Dollar Gewinn pro Aktie gerechnet haben, prognostiziert iRobot eine ungewöhnlich breite Spanne von 1,35 – 1,65 US-Dollar pro Aktie.

Diese große Vorsicht sorgte bei den 2016 so verwöhnten iRobot-Anlegern für schlechte Stimmung.

Für Langfrist-Anleger ergibt sich eine interessante Einstiegs-Chance

Ich sehe den Kursrücksetzer als übertrieben an.

Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Gewinn letztlich am oberen Ende der prognostizierten Spanne liegen wird – und damit im Bereich der ursprünglichen Analysten-Prognosen.

Mit der vorsichtigen Prognose bringt sich iRobot wieder in eine Position, in der das Unternehmen für positive Überraschungen sorgen kann, was nach den zuletzt immer weiter steigenden Erwartungen nicht mehr so einfach war.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es zur Jahresmitte eine Anhebung der eigenen Prognose geben wird.

Nachdem sich der Aktienkurs innerhalb eines Jahres verdoppeln konnte, ist dies der 1. größere Rücksetzer der iRobot-Aktie seit Juni 2016.

Es mag einige Zeit dauern, bis sich der Wert davon erholen kann. Aber aus meiner Sicht stellt der Rücksetzer eine interessante Einstiegs-Gelegenheit für langfristig orientierte Anleger dar.

Denn iRobot bleibt als Weltmarktführer für Haushalts-Roboter ohne Frage einer der Gewinner des Roboter-Booms.

16. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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