Isra Vision bringt Maschinen das Sehen bei

Der Markt für Bildverarbeitungssysteme (Machine Vision) weist immer noch Wachstumsraten von 15% auf – ein Trend, der sich in den mittelfristigen Prognosen für die nächsten Jahre fortsetzt. Kaum ein deutscher Markt im Industriesektor kann derartige Wachstumsraten aufweisen.

Derzeit sind nur etwa 15% bis 20% der Marktpotentiale erschlossen und täglich kommen neue Anwendungsgebiete hinzu. Für mich ein Grund mehr, für Sie ISRA VISION näher zu betrachten.

Wofür steht Isra?

Isra, der Name steht für „Intelligent Systems Robotics and Automation“. Leicht gesagt, doch was bedeutet das? Diese Technologie ermöglicht das 3-dimensionale sehende „elektronische Auge“, d. h. die digitale Bildverarbeitung in der Steuerung von automatisierten Produktionsprozessen.

Nach einer Umstrukturierung wurde die Segmentberichterstattung umgestellt und untergliedert sich seither nach den Zielmärkten. Das sind im Geschäftsfeld Industrial Automation die Geschäftsfelder: Automotive, General Industries, Food & Packaging. Der Bereich Surface Vision untergliedert sich in die Bereiche: Float Glass, Display Glas, Plastics, Print, Paper und Metal.

Wettbewerbsvorteile mit Isra Technologie

Der Einsatz von modernen Bildverarbeitungssystemen in der Industrie ist ein wichtiger Baustein für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Branche und für das Beseitigen von Markteintrittsbarrieren. Machine Vision Lösungen bestimmen heute als Schlüsseltechnologie die sehende Automatisierung der Automation.

Moderne industrielle Bildverarbeitungssysteme bieten der Industrie die Möglichkeit, ihre Maschinen und Anlagen mit völlig neuen Eigenschaften zu vervollkommnen oder zu ergänzen und damit wettbewerbsfähiger zu machen.

Wachstumskurs im 2. Quartal bestätigt

Isra Vision setzte im 2. Quartal 2016 die positive Entwicklung fort und beendete das 1. Halbjahr mit einem Umsatzanstieg um 10% auf 53,3 Mio. €. Im Segment Industrial Automation stieg der Umsatz um 23% auf 11,8 Mio. €.

Mit modularen Applikationen für die vernetzte Produktion in der Automobilindustrie plant Isra den Ausbau des Segments. Das Konzept einer neuen Produktreihe wurde bereits auf der Hannover Messe vorgestellt.

Der Gewinn vor Steuern (EBT) legte überproportional um 14% auf 10,3 Mio. € zu, die EBT-Marge stieg damit um einen Prozentpunkt auf 18%. Das Ergebnis je Aktie verbessert sich um 18% auf 1,66 €.

Weltweite Präsenz

Die Entwicklung in den regionalen Märkten war überaus dynamisch. In Asien setzte sich die Nachfrage auf hohem Niveau fort. Auch aus Europa verzeichnet Isra hohe Auftragseingänge. Zur Erschließung der südamerikanischen Märkte prüft Isra zusätzlich zum Standort in Brasilien neue Expansionsmöglichkeiten in angrenzende Länder.

Der Erstaufbau des Vertriebs für den Wachstumsmarkt Mexiko wurde am Standort in Querétaro vorangetrieben. Ebenso sollen durch die wieder aufgenommenen Aktivitäten im Iran mit dem neuen Standort in Teheran und einem lokalen Vertriebsteam neue Potentiale im Nahen Osten erschlossen werden.

Mit einer deutlich gesteigerten Eigenkapitalquote von 56 auf 61% und den freien Kreditlinien verfügt Isra über eine solide Kapitalausstattung für zukünftiges Wachstum.

Zuversicht für 2016 und solide Dividendenpolitik

Mit starken Auftragseingängen und dem daraus resultierenden, erneut hohen Auftragsbestand von über 85 Mio. € startete Isra dynamisch in die zweite Jahreshälfte. Die regionale Expansion und die Stärkung der internationalen Standorte bleiben ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Für 2016 plant ISRA mit einem zweistelligen Umsatzwachstum. Entsprechend der bisherigen Dividendenpolitik ist eine Ausschüttung von 46 Cent je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 wahrscheinlich.

25. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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