Isra Vision profitiert vom Automatisierungstrend

Der Trend zur Automatisierung der industriellen Produktion hält unvermindert an.

Neben den bekannten Herstellern von Industrie-Robotern profitieren davon auch zahlreiche Nischen-Anbieter, die sich in einem kleinen Segment eine starke Marktposition geschaffen haben.

Einen davon möchte ich Ihnen in der heutigen Ausgabe näher vorstellen: Bei der Isra Vision AG laufen die Geschäfte und die Aktie derzeit rund.

Isra Vision besetzt aussichtsreiche Nischen

Die Isra Vision AG (Isra steht für „Intelligent Systems Robotics and Automation“) aus Darmstadt hat sich auf Maschinen zur Qualitäts-Kontrolle (diese kommen überwiegend bei der Oberflächen-Inspektion zum Einsatz) und zur Roboter-Steuerung in der industriellen Fertigung spezialisiert.

Im Bereich Qualitäts-Sicherung, der größten Sparte, ist das Unternehmen Weltmarktführer.

Mittels einer Spezial-Software, die an verschiedene Kameras gekoppelt ist, werden selbst kleinste Fehler in Bauteilen identifiziert. Damit unterstützt Isra Vision seine Kunden, ihre Produkt-Qualität zu sichern.

Im globalen Kampf um Marktanteile kommt dieser eine immer größere Rolle zu. Abnehmer der Isra-Maschinen sind derzeit v. a. Unternehmen aus der Metall-, Papier- und Glas-Industrie. Nach und nach halten die Produkte von Isra Vision auch in anderen Branchen Einzug.

Der 2. Geschäfts-Bereich ist das Segment Roboter-Steuerung. Dafür hat Isra Vision Spezial-Kameras und eine Form der digitalen Bildbearbeitung entwickelt, die Robotern das 3-dimensionale „Sehen“ erlaubt.

Dieser Geschäfts-Bereich macht derzeit rund 20% des Umsatzes aus und wird in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen – dank des Trends zum Einsatz immer intelligenterer Industrie-Roboter.

Starke Quartals-Zahlen

Die gute Positionierung des Unternehmens im (noch) kleinen Wachstumsmarkt spiegelt sich auch in den jüngsten Quartals-Zahlen wider:

Ein Umsatzplus von rund 10%, ein Gewinn-Zuwachs von +13% und v. a. ein satter Anstieg beim Auftrags-Bestand von 30% erfreuten die Anleger und sorgten für einen weiteren Kurssprung.

Charttechnisches Kaufsignal durch Allzeithoch, aber Verschnaufpause möglich

Die Isra-Aktie ist zuletzt sehr erfolgreich gelaufen. Erst in dieser Woche wurde das Allzeithoch aus dem Juni übertroffen – für charttechnisch orientierte Anleger ein Indiz für weiter steigende Kurse.

Allerdings hat der Wert allein in den vergangenen 3 Monaten um etwa 30% zugelegt. Nach einem solch tollen Lauf wäre es auch einmal an der Zeit für eine kleine Verschnaufpause.

Ob es sich lohnt, eine Korrektur vor dem Einstieg abzuwarten, hängt in erster Linie von Ihrem Anlage-Horizont ab:

Falls Sie langfristig investieren möchten, ist die Aktie auch zum aktuellen Kurs attraktiv. Wollen Sie hingegen nicht so lange investieren, lohnt es sich, das Einstiegs-Timing zu optimieren und eine Korrektur abzuwarten.

Mit letzterer Strategie müssen Sie jedoch in Kauf nehmen, überhaupt nicht zum Zuge zu kommen, denn bisher zeigt sich die Isra-Vision-Aktie auch in Schwäche-Phasen sehr robust.

14. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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