Ist dieses Unternehmen besser als Coca-Cola?

Seit über 40 Jahren jedes Jahr mehr Dividende? Das lässt aufhorchen! (Foto: Katherine Welles / shutterstock.com)

Über Jahre stetig steigende Zinsen? Gibt es das bei Ihrer Bank? Mit Sicherheit nicht!

Ein Unternehmen, das seit mehr als 40 Jahren jedes Jahr die Dividende erhöht, kennen Sie allerdings alle.

Nicht BASF, nicht Beiersdorf oder Coca-Cola, nein, der US-Brausehersteller PepsiCo beglückt Aktionäre seit Jahren jedes Jahr mit steigenden Ausschüttungen.

Erst im Februar kletterte die Dividende um 5,6%. Aktuell bietet PepsiCo seinen Aktionären eine Dividenden-Rendite von 2,63%.

Wenn Sie jetzt denken „Das hört sich doch alles gut an, aber mir schmeckt Pepsi nicht“, dann kann ich Sie beruhigen. PepsiCo ist weitaus mehr als nur ein Brausehersteller.

Mehr als nur ein Brausehersteller

PepsiCo ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Softdrinks und mit der Marke Frito-Lay die Nummer 1 im Snack-Bereich.

Daneben werden Fertiggetränke der Marke Lipton Tea, das Mineralwasser Aquafina und der Fruchtsaft Tropicana vertrieben. Die mit der Übernahme von Quaker Oates erworbene Marke Gatorade beherrscht den US-Markt für Sportgetränke.

PepsiCo hatte einen durchwachsenen Jahresstart. Mit Preiserhöhungen konnte der Konzern den Umsatz zwar im 1. Quartal leicht steigern.

Der Gewinn ging jedoch zurück. Belastet haben hohe Kosten für den Konzernumbau, der im vergangenen Jahr eingeleitet wurde. Die einzelnen Sparten entwickelten sich sehr unterschiedlich.

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An Spekulationen beteiligen wir uns nicht

Während das Snack-Geschäft in Nord- und Südamerika um 5% auf 5,12 Mrd $ zulegte, schrumpften die amerikanische Getränke-Sparte um 1% auf 4,42 Mrd $ und die internationalen Erlöse um 2,4% auf 3,04 Mrd $.

Im Gesamtjahr will PepsiCo den bereinigten Gewinn des Vorjahres von 4,10 $ pro Aktie um 7% steigern. Der tatsächliche Gewinn dürfte etwas schneller steigen, wenn der Konzern sein Sparziel von 900 Mio $ erreicht.

Absoluten Vorrang hat aktuell die Neuausrichtung, denn Pepsi Cola ist gegenüber Coca-Cola und Diet Coke ins Hintertreffen geraten.

Um wieder in die Spur zu kommen, stärkt PepsiCo das Marketing, baut Tausende von Arbeitsplätzen ab und erweitert die Produktpalette. Hedgefonds, die bei PepsiCo eingestiegen sind, wollen aber noch mehr.

Hinter vorgehaltener Hand wird immer wieder über eine Abtrennung einzelner Sparten bei PepsiCo spekuliert. Im weiteren Verlauf könnten diese Sparten dann mit anderen Unternehmen fusioniert werden.

Wir halten solche Spekulationen für nicht spruchreif und sehen darin keine Kurstreiber. Bleibt nur zu hoffen, dass diejenigen Kräfte, die PepsiCo umkrempeln wollen, nicht auch an der Dividendenpolitik rütteln.

Diese war während der vergangenen Jahre nämlich die einzige Konstante des Unternehmens.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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