Ist Ihre Dividende sicher? Darauf sollten Sie achten!

Auch Apple zahlt seit 2 Jahren Dividenden! 2,36 $ je Anteilsschein werden es wohl für das Geschäftsjahr 2017 sein. Das ergibt eine Dividendenrendite von knapp 1,3% im Jahr. Nicht viel? (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Auch Apple zahlt seit 2 Jahren Dividenden! 2,36 $ je Anteilsschein werden es wohl für das Geschäftsjahr 2017 sein. Das ergibt eine Dividendenrendite von knapp 1,3% im Jahr. Nicht viel? Immerhin stellt der Technologiegigant damit langjährige US-Staatsanleihen in den Schatten. Warum also in die Anleihen von klammen Schuldner investieren, wenn Sie von großartigen Unternehmen bedeutend spendabler belohnt werden? Welche Kriterien Sie als Anleger beachten müssen, damit die Freude an den Ausschüttungen nicht getrübt wird, erfahren Sie gleich.

Festes Fundament oder auf Sand gebaut?

Dividenden sind in den vergangenen Jahren zu einem der Top-Themen an den Börsen aufgestiegen. Doch nicht jede Renditezahl hält, was sie verspricht. Basieren die Ausschüttungen auf einem festen Fundament, sodass sie auch in den kommenden Jahren fließen dürften? Oder handelt es sich um die Zahlung eines schrumpfenden Unternehmens, das eigentlich keine Chance hat, im Branchenumfeld auch in den kommenden Jahren das Dividendenniveau zu halten? Sobald Sie als Investor diese Fragen beantworten können, sollte die Auswahl der Dividendentitel langfristig Früchte tragen.

Dividende sichert den Kurs ab

Langfristig zeigen die soliden Dividendenzahler durchschnittlich die besten Ergebnisse. Sollte der Aktienmarkt in den nächsten Monaten volatiler werden, suchen die Anleger nach mehr Sicherheit. Und wo finden sie diese? Richtig, bei soliden Dividendenzahlern, da die Ausschüttung den Kurs in gewisser Weise nach unten absichert.

Achten Sie auf die Nachhaltigkeit der Dividende

Dividendentitel sollten daher gerade in risikoreichen Zeiten einen größeren Stellenwert Im Aktiendepot einnehmen als spekulativere Wachstumswerte ohne Ausschüttung. Stop! Vor der Auswahl müssen Sie Ihre Hausaufgaben erledigen. Denn was nützt es, wenn ein Unternehmen über eine Dividendenrendite von 15% auf die in 2016 gezahlte Dividende verweisen kann, das Geschäft jedoch 2017 nicht lief und 2018 die Ausschüttung daher entfällt. Prominentes Beispiel der jüngeren Vergangenheit: Der Energieversorger RWE – früher ein Witwen- und Waisenpapier.

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Es gibt daher wesentliche Anhaltspunkte, die Sie vor einem Investment klären müssen. So ist die Dividendenrendite für die kommenden 12 Monate wichtiger als historische Auszahlungen. Zudem ist ein Vergleich relativ zum Sektor und über die vergangenen 10 Jahre hilfreich. Auch wie stark das Dividenden- und Gewinnwachstum ist, gibt Anhaltspunkte über die längerfristig erreichbare Rendite. Dabei ist wichtig und zu berücksichtigen, wie hoch die Sicherheit der Gewinnentwicklung ist.

Das A und O ist und bleibt: Qualität, Qualität, Qualität

Für die Qualität einer Aktie spricht insbesondere die Bilanzstärke und damit verbunden der Verschuldungsgrad. Benötigt der Konzern viel Fremdkapital und Geld für Sachinvestitionen, bleibt in der Regel nicht viel für Dividendensteigerungen übrig. Eine nicht zu verachtende Kennzahl ist natürlich die Ausschüttungsquote.

Diese sagt aus, welcher Teil des Gewinns ein Unternehmen an die Aktionäre weitergibt. Die Deutsche Telekom verdiente 2013 beispielsweise 0,21 € je Aktie und hat 0,50 € pro Anteilsschein ausgeschüttet, was eine Ausschüttungsquote von 138% bedeutet. Langfristig sind solche Zahlungen aus der Substanz des Unternehmens nicht gesund.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.