IT- und Softwareunternehmen als Krisenprofiteure

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Nicht nur in der Gesundheitsbranche gibt es Unternehmen, die trotz Corona-Krise weiter schwarze Zahlen schreiben, wie z.B. im Bereich IT- und Softwareentwicklung. (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com)

Bedingt durch die Corona-Krise sind ganze Branchen im Krisenmodus. An den Automobilstandorten stehen die Bänder still, die Tourismusindustrie ist vollständig zum Erliegen gekommen und auch viele Einzelhändler mussten ihre Läden dicht machen.

Es gibt aber auch Unternehmen oder ganze Branchen, die von der Corona-Krise kaum betroffen sind oder sogar davon profitieren. Darunter befinden sich z.B. Medizinprodukte-Hersteller wie Drägerwerk, Biotechunternehmen wie Biontech und Qiagen und auch Online-Apotheken wie Shop Apotheke, über die ich bereits berichtet habe.

Heute möchte ich Ihnen einige Unternehmen aus dem IT- bzw. Softwarebereich vorstellen, die trotz, oder gerade wegen, der Corona-Krise noch gute Umsätze erzielen. Darunter befinden sich einige weltbekannte Unternehmen wie Microsoft, aber auch kleinere Software-Schmieden aus dem deutschen Mittelstand.

Entwickler von Videokonferenz-Software und Fernwartungssystemen

Aufgrund des Kontaktverbotes hat die Nutzung digitaler Medien seit Beginn der Corona-Krise stark zugenommen. Viele Arbeitskräfte arbeiten neuerdings an Homeoffice-Arbeitsplätzen und auch die private Kommunikation wird verstärkt über digitale Medien geführt. Dies hat die Nachfrage nach Videokonferenz-Software in den vergangenen Wochen stark ansteigen lassen.

Zoom und Microsoft im Blickpunkt

Ein führender Anbieter in diesem Bereich ist Zoom Video Communications Inc. mit Sitz in San Jose, Kalifornien. Das Unternehmen hat eine einfache und zuverlässige Cloud-Plattform für Video- und Audiokonferenzen entwickelt, die auf mobilen Telefonen und Desktops genutzt werden kann.

Die Nachfrage nach der, in der Basisversion kostenlosen Konferenzsoftware, ist in den vergangenen Wochen exponentiell angestiegen. Allerdings geriet Zoom auch aufgrund der mangelhaften Datenschutzpolitik des Unternehmens stark unter Druck.

Auch der Software-Riese Microsoft hat mit Microsoft Teams ein Programm im Angebot, mit dem Videokonferenzen durchgeführt werden können. Auch das für die kostenlose private Videokommunikation entwickelte Programm Skype gehört seit 2011 zum Microsoft-Konzern.

Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte kürzlich eine starke Zunahme der Nutzerzahlen bei Teams. Allerdings greifen die meisten Neukunden bisher auf die kostenlose Basisversion von Teams zurück.

Deshalb ist, so die Microsoft-Sprecherin, zum aktuellen Zeitpunkt noch schwer zu sagen, ob Microsoft aufgrund des augenblicklichen Hypes auch langfristig mehr zahlende Kunden für das Videokonferenz-Programm Teams gewinnen kann.

Auch Teamviewer profitiert

Mit der TeamViewer AG hat auch ein deutscher Softwareentwickler der Corona-Krise trotzen können. Das Unternehmen aus Göppingen programmiert Fernwartungssysteme, mit denen z.B. Computer eines Unternehmens auch an weit entfernten Standorten über das Internet gewartet werden können.

Ein ideales Tool, insbesondere in Zeiten des Verbots persönlicher Kontakte. Entsprechend gut hat sich auch die Aktie des schwäbischen Mittelständlers entwickelt. In der nächsten Woche werde ich Ihnen noch weitere IT- und Software-Unternehmen vorstellen, die der aktuellen Krise trotzen.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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