Italien: Jetzt kommen die nächsten Banken-Pleiten

Italien kommt nicht zur Ruhe. Jetzt stehen gleich 2 Banken vor dem Aus. Lesen Sie in diesem Artikel von Günter Hannich, was dahinter steckt: (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Schon seit Monaten warne ich an dieser Stelle vor den Gefahren in Italien. Jetzt zeigt sich einmal mehr, wie brüchig der Finanz-Sektor dort ist:

Ganz aktuell kommt es dort zur Krise von 2 Großbanken.

Italien: 2 Banken-Pleiten voraus

So hat die europäische Zentralbank (EZB) nun vermeldet, dass die beiden venezianischen Banken Banca Populare di Vicenza und Veneto Banca kurz vor der Pleite stehen.

Erstaunlich ist es schon, dass diese Meldung der EZB am Freitagabend herausgegeben wurde, als die Märkte in Europa schon geschlossen hatten.

Somit erhielten die verantwortlichen Personen in Italien nun das komplette Wochenende Zeit die Dinge zu regeln.

Und so wie es jetzt aussieht, ist es auch auf den 1. Blick erst einmal gelungen die Lage wieder zu beruhigen.

Wie es aussieht, werden die gesunden Teile der Banken von der italienischen Großbank Intesa Sanpaolo übernommen.

Die in Schieflage geratenen Teile werden in eine italienische Bad Bank übernommen. Schon jetzt ist klar, dass dieses Vorgehen in Italien rund 5 Mrd. € kosten wird.

Das wird teuer: Milliarden-Garantien werden wohl fällig…

Doch damit nicht genug:

Darüber hinaus bestehen noch weitere Staatsgarantien in Höhe von max. 12 Mrd. €. Die werden fällig, falls faule Kredite der Banken ausgeglichen werden müssen.

Diese massiven Probleme der italienischen Banken kommen für mich nicht überraschend.

Schon seit Monaten haben sich die Probleme bei etlichen italienischen Banken immer wieder verschärft.

Wenn die EZB an dieser Stelle jetzt die Notbremse zieht, zeigt das auch, dass der Druck auf die italienische Regierung hochgehalten werden soll.

Nach den mittlerweile geltenden Abwicklungs-Mechanismen für Banken in Europa sollen nun auch die Gläubiger von nachrangigen Anleihen mit zur Verantwortung gezogen werden.

Doch das wird wohl im Fall dieser beiden Banken nur ein kleiner Anteil sein.

Die aktuellen bestehenden Bank-Einlagen und die wichtigen Anleihen von erstrangigen Gläubigern sind auf jeden Fall gegen den staatlichen Zugriff geschützt.

…und den Kopf hinhalten muss einmal mehr der Steuerzahler

Im Endeffekt kommt also der italienische Steuerzahler für die Probleme bei den Banken auf.

So etwas sollte es eigentlich nicht geben, aber bei den verschiedenen Rettungs-Mechanismen ist das kaum noch zu verhindern.

Hier sehen Sie einmal mehr: Die Euro-Krise ist weit entfernt davon als gelöst bezeichnet werden zu können.

Daher sollten Sie sich auch aktiv vor dem Aufkommen der nächsten Stufe der Euro-Krise absichern. Dazu gehört auf jeden Fall ein breiter Vermögens-Mix, der Ihr Risiko verringert.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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