IVU: Berliner Software-Spezialist auf der Überholspur

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Anlässlich meiner Reise zum Eigenkapitalforum stelle ich Ihnen in dieser Woche einige spannende Nebenwerte vor. Heute: IVU. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Wie die meisten von Ihnen spätestens seit gestern wissen, befinde ich mich aktuell in Frankfurt auf dem Deutschen Eigenkapitalforum (EKF), der größten und wichtigsten Investoren- und Analystenveranstaltung im deutschsprachigen Raum.

Anlässlich des EKF habe ich Ihnen in den vergangenen Jahren stets einige spannende Nebenwerte vorgestellt, die sich dort präsentiert haben. Diesen Service will ich Ihnen auch in diesem Jahr wieder bieten. Den Anfang mache ich heute mit dem Berliner Software-Unternehmen IVU.

IVU im Portrait

Das 1976 gegründete und in Berlin ansässige Unternehmen sorgt nach eigenen Angaben seit über 40 Jahren mit mehr als 500 Ingenieuren für einen pünktlichen und zuverlässigen Verkehr in den Metropolen der Welt.

In wachsenden Städten sind Menschen und Fahrzeuge ständig in Bewegung. Das ist eine logistische Herausforderung, die intelligente und sichere Softwaresysteme voraussetzt. Auf Basis der IVU.suite entwickelt IVU leistungsstarke IT-Lösungen für den öffentlichen Personen- und Güterverkehr und die Transportlogistik.

Die integrierten Standardprodukte von IVU planen, optimieren und steuern den Einsatz von Bussen und Bahnen, informieren Fahrgäste in Echtzeit, erstellen Routen für die Paketzustellung und unterstützen Filialisten bei der Standortwahl.

Über 500 Kunden weltweit setzen auf die Lösungen von IVU. Ob Komplettlösung oder einzelne Komponenten: Die Produkte von IVU basieren auf offenen Standards und lassen sich in unterschiedlichste Systemumgebungen integrieren.

IVU legt Zahlen und steuert auf neues Rekordjahr zu

Die IVU wird das Geschäftsjahr 2019 wie geplant mit neuen Rekordzahlen abschließen, auch wenn die vorliegenden Neunmonatszahlen teilweise unter dem Vorjahreszeitraum liegen, so das Unternehmen.

Wenn Sie die Neunmonatszahlen aus diesem Jahr mit denen des Vorjahres vergleichen, ist dabei zu beachten, dass im Vorjahr die Zahlen durch vorgezogene Hardwarelieferungen und Sondereffekte besonders hoch ausgefallen sind.

Der Umsatz der ersten 9 Monaten dieses Jahres liegt bei 49,3 Mio. Euro und damit noch unter dem Vorjahreswert. Das Rohergebnis, das die eigene Wertschöpfung von IVU widerspiegelt, stieg hingegen von 35,3 auf 36,5 Mio. Euro.

Der operative Gewinn (EBIT) liegt ebenfalls noch unter dem Vorjahr, der Cashflow (Mittelzufluss) bereits über Vorjahr. Die Nachfrage nach den Produkten der IVU ist weiterhin hoch. Der Auftragsbestand deckt den geplanten Jahresumsatz komplett ab, der Fokus liegt daher auf der termingerechten Abarbeitung der Aufträge bis Jahresende, so das Unternehmen.

Das IVU-Management geht für 2019 unverändert von einem Umsatz von über 80 Mio. Euro, einem Rohergebnis von mindestens 55 Mio. Euro und nunmehr einem operativen Gewinn (EBIT) von über 7 Mio. Euro aus. Nach dem steilen Anstieg der IVU-Aktie (das Papier hat sich im laufenden Jahr mehr als verdoppelt) sollten interessierte Anleger auf den nächsten Rücksetzer warten. Eine spannende Aktie für Ihre Watchlist.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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