IVU: Ein Profiteur der Verkehrswende

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Das Berliner Software-Unternehmen IVU profitiert von der Verkehrswende. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen, die sehr stark ausgefallen sind. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

In der vergangenen Woche habe ich Ihnen im Rahmen des Deutschen Eigenkapitalforums (EKF), der größten und wichtigsten Investoren- und Analystenveranstaltung in Deutschland, mit MBB und Mensch und Maschine zwei aus meiner Sicht interessante Unternehmen vorgestellt. Beide Unternehmen waren selbstverständlich auch auf dem EKF vertreten.

Heute folgt mit IVU ein weiterer Kandidat für Ihre Beobachtungsliste. Das Unternehmen hat vor wenigen Tagen starke Zahlen vorgelegt, auf die ich gleich im Detail eingehe. Zuvor möchte ich Ihnen das Unternehmen kurz vorstellen.

IVU im Portrait

IVU wurde im Jahr 1976 von Absolventen der Technischen Universität Berlin gegründet und sorgt inzwischen seit 44 Jahren mit mehr als 400 Ingenieuren für einen pünktlichen und zuverlässigen Verkehr in den Metropolen der Welt.

In wachsenden Städten sind Menschen und Fahrzeuge ständig in Bewegung – eine logistische Herausforderung, die intelligente und sichere Softwaresysteme voraussetzt. Auf Basis der sogenannten IVU.suite entwickelt IVU leistungsstarke IT-Lösungen für den öffentlichen Personen- und Güterverkehr und die Transportlogistik.

Die integrierten Standardprodukte von IVU planen, optimieren und steuern den Einsatz von Bussen und Bahnen, informieren Fahrgäste in Echtzeit, erstellen Routen für die Paketzustellung und unterstützen Filialisten bei der Standortwahl. Über 500 Kunden weltweit setzen auf die Lösungen der IVU.

Starke 9-Monats-Zahlen

Blicken wir nun auf die jüngsten Zahlen: In den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres stieg der Umsatz von IVU um 15% auf 56,62 Mio. Euro. Das Rohergebnis verbesserte sich sogar um 23% auf 45,06 Mio. Euro.

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 4,92 Mio. Euro auch aufgrund der Erlöse aus dem Verkauf der kleinen Geschäftseinheit IVU-elect GmbH deutlich über dem Vorjahreswert von 1,69 Mio. Euro. Der operative Cashflow (Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft) stieg von 9,53 auf 11,93 Mio. Euro.

Der Auftragsbestand deckt den geplanten Jahresumsatz für das laufende Jahr bereits heute vollständig ab. Der Fokus liegt daher auf der termingerechten Abarbeitung der Aufträge bis zum Jahresende. Das IVU-Management geht für 2020 unverändert von einem EBIT von über 12,5 Mio. Euro, einem Rohergebnis von mindestens 67 Mio. Euro und einem Umsatz von über 90 Mio. Euro aus.

Seit Jahren erfolgreich unterwegs

IVU ist nicht nur in diesem Jahr operativ gut unterwegs, sondern schon seit Jahren. Das zeigt auch ein Blick auf den beeindruckenden 10-Jahres-Chart.

Quelle: www.aktienscreener.com/rolf-morrien

Die Leser meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“ kommen mit der IVU-Aktie immerhin schon auf einen Gewinn von einigen hundert Prozent. Und ich rechne fest damit, dass die Performance noch besser wird.

Aus meiner Sicht ist die IVU-Aktie ein Investment, das Sie auf Ihrer Beobachtungsliste haben sollten. Ein Neu-Einstieg drängt sich aktuell aber nicht auf, da die Aktie bei der augenblicklichen Bewertung kein Schnäppchen ist.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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