IWF warnt vor neuer Finanzkrise

Während die Aktien-Börsen Ihnen derzeit wieder suggerieren, dass alles in bester Ordnung wäre, gärt es im Hintergrund weiter.

Die seit der Finanzkrise 2008 bestehenden Probleme wurden nicht nur nicht gelöst.

Sondern man hat die Sprengkraft der Zeitbombe, auf der wir sitzen, noch vergrößert.

Die weltweite Verschuldung ist heute um mehr als 40% höher als 2008 (Stand: Mai 2016).

Deshalb sehen inzwischen auch die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) genau diese Entwicklung sehr kritisch.

IWF warnt vor neuer Finanzkrise

Im aktuellen Finanzstabilitäts-Report interpretiert der IWF die Turbulenzen an den Aktien-Börsen in den letzten Monaten als Zeichen dafür, dass mehr getan werden muss, um eine neue Finanzkrise abzuwenden.

Nur so ließe sich beim derzeitigen brüchigen Vertrauen, niedriger Inflation, schwachem Wachstum und steigender Verschuldung eine weltweite Stagnation und eine daraus entstehende Krise verhindern.

Besonders die Verschuldung soll noch im Jahr 2016 für die Industrieländer auf fast 108% im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigen.

Das sei ein neuer Nachkriegs-Rekord – und das in einer Zeit, in der es nicht darum gehe, Länder wie vor 70 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen.

Aktien-Anteil daher gering halten

V. a. die Banken bergen nach Einschätzung des IWF große Risiken. Insbesondere deren schwache Kapitalkraft sei mit dafür verantwortlich, dass die weltweite Kredit-Vergabe an Unternehmen nicht anspringe.

Nach Meinung des IWF könnte es deshalb ohne weiteres in den Jahren 2017 und 2018 an den Aktienmärkten der USA, Großbritanniens, der Euro-Zone und Chinas um bis zu 20% nach unten gehen.

Daran sehen Sie, dass Aktien derzeit alles andere als eine gute und sichere Anlageform sind.

Zwar können die Kurse spekulationsbedingt durchaus kurzfristig nochmals zulegen, aber die zunehmend lahmende Weltkonjunktur setzt diesem Aufschwung Grenzen.

Und sie führt meiner Ansicht nach vielmehr dazu, dass Aktien immer häufiger als überbewertet erkannt und deshalb verkauft werden. Deshalb rate ich Ihnen, Ihre Aktien-Quote strikt begrenzt zu halten.

13. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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