Januar 2021: Die 3 größten Investments von Top-Investor Bill Nygren

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Top-Investor-Bill Nygren hält an Tech-Giganten fest und behält Recht: Facebook lässt im Schlussquartal mit kräftigem Wachstumssprung die Analystenerwartungen deutlich hinter sich (Foto: Kaspars Grinvalds / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des US-amerikanischen Top-Investors Bill Nygren vorstellen.

Bill Nygren wurde im Jahr 1959 geboren. In seiner High-School-Zeit wollte Nygren unbedingt Profi-Baseballspieler werden, hatte aber nicht das nötige Talent dazu. Nygren selbst nimmt den geplatzten Traum mit Humor und kann sogar einen Vorteil daraus ziehen. So meint er, dass gescheiterte Athleten aufgrund ihres ungestillten Hungers nach Erfolg oft gute Investoren abgeben.

Zumindest geben ihm seine bislang erzielten Ergebnisse in dieser Hinsicht Recht. In den vergangenen 25 Jahren erzielte Nygren für seine Investoren eine kumulierte Rendite von 1.213%. Das sind nicht weniger als 10,8% pro Jahr, womit er über einen beeindruckend langen Zeitraum den S&P 500-Index hinter sich lassen konnte.

Dabei setzt Nygren, der auf Grund seines mathematischen und statistischen Interesses auf Aktien aufmerksam wurde und bereits im Alter von 15 Jahren seine ersten Positionen einging, vor allem auf unterbewertete Aktien. Diese versucht er über klassische wertorientierte Kennzahlen zu identifizieren.

Einem einzigen Top-Investor blind zu folgen, ohne die genauen Hintergründe zu seinen Investments zu kennen, ist sicherlich nicht ratsam. Doch wenn Sie nach aussichtsreichen US-Aktien suchen, können die Aktien-Investments von Bill Nygren wertvolle Anregungen liefern.

Dies sind die drei derzeit größten Aktien-Positionen seines 10,5 Milliarden Dollar schweren Oakmark Fonds:

Alphabet

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 4,08% ist die Aktie von Alphabet. Derzeit hält Nygren ein Aktienpaket im Wert von knapp 430 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen.

Der kalifornische Konzern profitierte im dritten Quartal von boomenden Werbeeinnahmen und einem starken Cloud-Geschäft. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr auf 46,2 Millionen Dollar (+14%). Das Nettoergebnis schoss im Jahresvergleich sogar um fast 60% auf 11,2 Milliarden Dollar in die Höhe.

Das Anzeigengeschäft von Google – Alphabets Haupteinnahmequelle – spielte von Juli bis September 37,1 Milliarden Dollar ein  und trug damit den größten Anteil zum Umsatz bei. Gut lief es auch für die Video-Tochter Youtube und das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet. Sogar die als “Other Bets” bilanzierten Wetten auf Zukunftstechnologien wie selbstfahrende Autos verbuchten einen beachtlichen Umsatzanstieg.

Facebook

Zweitgrößte Position ist die Aktie des sozialen Netzwerk-Riesen Facebook mit einer Gewichtung von 3,98% im Portfolio von Oakmark. Die Position hat einen Gegenwert von rund 420 Millionen US-Dollar. Damit hält Nygren etwa 0,06% aller ausstehenden Aktien des Technologiegiganten. Im Vergleich zum Vorquartal hat Nygren die Position leicht abgebaut (-9,29%). Die absolute Bedeutung der Aktie im gesamten Portfolio ist aber auf Grund der Wertentwicklung gestiegen.

Im Schlussquartal konnte der Konzern die Erwartungen deutlich schlagen: Insgesamt erzielte Facebook einen Gewinn pro Aktie von 3,88 Dollar. Der Konsens lag bei lediglich 3,22 Dollar pro Aktie. Der Umsatz legte unterdessen um 22% auf 28,07 Milliarden Dollar zu, was deutlich über den Erwartungen von 26,44 Milliarden Dollar lag. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAUs) lag bei 1,84 Milliarden, die der monatlich aktiven Nutzer (MAUs) bei 2,8 Milliarden. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) betrug 10,14 Dollar.

Netflix

Drittgrößte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von 3,86% ist mit der Netflix-Aktie ein weiterer Technologiekonzern. Derzeit hält Nygren ein Aktienpaket im Wert von gut 410 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Seine ersten Aktien des Konzerns kaufte Nygren bereits im dritten Quartal 2017. Auf seinen durchschnittlichen Einstiegskurs liegt Nygre inzwischen 117% im Plus.

Die Quartalszahlen des Online-Videoanbieters Netflix fielen zuletzt recht ordentlich aus: Netflix ist zum Jahresende dank Serienhits wie “The Queen’s Gambit”, “Bridgerton” und “The Crown” und trotz eines verschärften Konkurrenzkampfs stark gewachsen. Der Umsatz kletterte um 21,5% auf 6,64 Milliarden Dollar. Insgesamt erzielte Netflix einen Gewinn von 542 Millionen Dollar, was leicht unter dem Vorjahresniveau lag (587 Millionen Dollar). Positiv überraschte die Kundenentwicklung: Bei der Zahl der zahlenden Abonnenten knackte das Unternehmen die Marke von 200 Millionen. Seit 2017 hat sich die Zahl nun verdoppelt.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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