Jenoptik-Aktie: Senkrechtstart der Aktie nach Rekordzahlen

Bei vielen Anlegern fliegt die Jenoptik-Aktie wahrscheinlich unter dem Radar.

Dabei kann sich die Kurs-Entwicklung des mittlerweile wieder über 1 Mrd. € schweren Technologie-Konzerns aus Jena durchaus sehen lassen:

Um gut 75% schossen die Papiere auf 12-Monats-Sicht in die Höhe. Alleine seit dem Jahresbeginn beträgt das Kursplus über 15%.

Unterfüttert durch überzeugende Zahlen sind immer mehr Anleger in die Aktie geströmt

Wie steht es aber um die Zukunfts-Perspektiven des Unternehmens? Was sagt die Bewertung der Aktie? Wie schätzen die Analysten das Kurs-Potenzial der Papiere ein?

Jenoptik – Fokus auf Photonik-Geschäft

Viele der Anleger kennen die Jenoptik-Papiere wahrscheinlich nur vom Blick auf den Kurszettel, sind aber mit dem Geschäftsmodell nicht wirklich vertraut.

Seit dem im Jahr 2006 abgeschlossenen Verkauf des umsatzstarken, aber margenschwachen Clean-Systems-Bereichs fokussiert sich Jenoptik ausschließlich auf das Photonik-Geschäft.

Mit Produkten zur Erzeugung (Laser) und der Steuerung (Optik) von Licht, Sensoren sowie mit kompletten Systemen deckt der Konzern die wesentlichen Wertschöpfungs-Bereiche ab.

Jenoptik hat dabei eine führende Position bei:

  • Präzisions-Optiken,
  • Verkehrs-Überwachung,
  • neuen Laser-Technologien,
  • Fertigungs-Messtechnik
  • und einzelnen Anwendungen in der militärischen und zivilen Fahr- und Flugzeug-Ausrüstung.

Die wesentlichen Kunden stammen aus:

  • der Automobil- und Halbleiter-Industrie,
  • der Medizintechnik,
  • dem Verteidigungs-Sektor,
  • der zivilen Luftfahrt
  • oder sind öffentliche Auftraggeber.

Überproportionaler Gewinn-Anstieg

Aber nun zu den Zahlen: Im vergangenen Jahr erreichte Jenoptik einen Umsatz von 685 Mio. € – und damit 3% mehr als im Vorjahr.

Deutlich stärker stieg hingegen der Vorsteuer-Gewinn, der um 12% auf 68 Mio. € nach oben kletterte.

Damit konnte Jenoptik die sogenannte EBIT-Marge auf rund 10% ausbauen (Vorjahr: 9,2%). Das war ein neues Rekordniveau und lag über der eigenen Zielmarke.

Zuversichtlich für das Gesamtjahr

Auch für das Gesamtjahr zeigt sich Firmenchef Michael Mertin ausgesprochen zuversichtlich:

Zwar gibt Mertin keine präzise Prognose, doch ist er sehr optimistisch, dass die Umsätze und das Ergebnis weiter gesteigert werden können; mittelfristig soll der Umsatz bis 2018 auf 800 Mio. € klettern.

Aktie nicht mehr günstig

Durch die Wiederentdeckung der Aktie sind die Papiere mittlerweile auf das höchste Niveau der letzten 15 Jahre gestiegen.

Die Analysten erwarten für dieses Jahr einen Gewinn von 1,01 € je Aktie, in 2018 dann 1,10 je Anteilsschein.

Damit ergibt sich nach der Kursrally ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17 – nicht gerade günstig vor dem Hintergrund der doch überschaubaren Zuwachsraten.

Zugleich dürfte das größte Steigerungs-Potenzial bei den Gewinnmargen bereits erreicht sein – kein Wunder also, dass die Analysten ihr Preisziel im Durchschnitt bei 17 € haben.

amit sehen die Experten aktuell ein Abwärts-Potenzial von rund 15%.

14. Februar 2017

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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