Jetzt kommt der Euro-Zusammenbruch

Der Tag nach dem Referendum in Griechenland hinterlässt viele Fragezeichen. Die Politiker in Brüssel und Berlin müssen sich erst noch erholen von dieser Entscheidung. Wie konkret die nächsten Tage aussehen werden, ist nicht absehbar.

Wie Sie vielleicht wissen, schaue ich jedoch weniger auf die kurzfristigen Entwicklungen von Tagen oder Wochen. Als Krisenexperte mit langjähriger Erfahrung ist es mir wichtig, die größeren Zusammenhänge zu analysieren. Und hier markiert das gestrige Referendum in Griechenland einen ganz wichtigen Wendepunkt.

Das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro ist jetzt fast nicht mehr zu verhindern. Auf dieser Basis ist es im kaum noch möglich, dass Ministerpräsident Tsipras und in Brüssel ein neues tragfähiges Konzept für Hilfen wird verhandeln können. Der Rücktritt von Finanzminister Varoufakis wird hier auch nur wenig Entspannung bringen.

Doch klar ist: Die Gespräche in Brüssel müssen möglichst schnell wieder aufgenommen werden. Genau das hat Tsipras seinem Volk in Griechenland in den vergangenen Tagen auch immer wieder versprochen.

Fakt ist: Er muss diese Lösung in diesem kurzen Zeitraum tatsächlich auf die Beine stellen. Andernfalls geht Griechenland das Geld aus. Die Banken bleiben wohl auch noch einige Tage geschlossen – kein Wunder, denn die Finanzinstitute in Griechenland haben kaum noch Bargeld. Doch die Geldgeber auf der anderen Seite spielen zunächst einmal Zeit – und genau die hat Griechenland jetzt nicht mehr.

Sie sehen ganz deutlich: Nach dem jüngsten Scheitern der Verhandlungen kann ein Kompromiss über neue Hilfszahlungen nur dann gelingen, wenn sich beide Seiten bewegen. Doch genau danach sieht es derzeit nicht aus.

Grexit wird kommen – und dann wird der Euro gehen

Das Wort vom Grexit ist nun immer häufiger zu hören. Für mich ist mit dem gestrigen Referendum der Anfang vom Ende des Euros besiegelt. Griechenland wird unter diesen Voraussetzungen nicht mehr lange die Gemeinschaftswährung halten können. Dafür sind die Voraussetzungen nicht mehr gegeben.

In der Konsequenz heißt es aber auch: Wenn Griechenland den Euro verlässt, beginnt damit der Zerfall der Gemeinschaftswährung in Europa. Weitere Krisenländer stehen dann vor dem Ausschluss. Ich gehe davon aus, dass ein Grexit als Beginn einer Kettenreaktion zu deuten ist.

So etwas wird die Finanzmärkte massiv durcheinanderwirbeln. Bei diesem bevorstehenden Crash, sollten Sie Ihr Vermögen aktiv sichern. Investoren die dies nicht tun, haben stürmische Zeiten vor sich – das steht für mich fest.

6. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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