Jetzt werden auch die Explorations-Storys wieder interessant

Der Explorations-Sektor hatte es in den vergangenen Jahren besonders schwer: Während der Krisenjahre im Rohstoff-Sektor konzentrierten sich viele Investoren komplett auf Produzenten.

Und selbst diese Aktien schwankten schon extrem stark im Kurs. Investoren brauchten also bei Produzenten gute Nerven. Bei kleineren Explorationswerten benötigten die Investoren Nerven wie Drahtseile.

Etliche aussichtsreiche Unternehmen rauschten an der Börse in den Keller. Das lag sicherlich einfach auch an der Entwicklung des Goldpreises.

Tolle Projekte, die beim Goldpreis von 1.500 Dollar noch gute wirtschaftliche Daten geliefert haben, sehen eben bei einem Goldpreis-Niveau von 1.200 Dollar ganz anders aus und werden dementsprechend bewertet.

Ab 2013 sind die Explorations-Ausgaben eingebrochen – daher gab es wenige neue Entdeckungen

Insofern hat es in den Jahren ab 2013 kaum noch große neue Entdeckungen, beispielsweise von Goldvorkommen, gegeben.

Viele Firmen waren einfach gezwungen, in den Überlebens-Modus zu schalten und nur noch die wichtigsten unternehmerischen Dinge aufrechtzuerhalten.

Explorations-Programme gehörten sicherlich nicht dazu. Doch so langsam ändert sich das Bild und die Stimmung dreht:

Für 2017 ist es wieder gut möglich, dass einige Explorations-Storys wieder in den Fokus rücken werden. Damit gewinnt das klassische Geschäftsmodell dieser Firmen wieder an Bedeutung.

Es besteht darin, neue Vorkommen zu entdecken, die dann von den Produzenten tatsächlich auch übernommen und später weiter entwickelt werden.

Klar ist auch, dass solche Storys besonders risikoreich sind, denn außer einer ersten Ressourcen-Schätzung liegt hier meist noch nicht viel Daten-Material vor.

Doch genau das ist auch die Chance für Sie als Investor: Wenn Sie in einem frühen Stadium bei aussichtsreichen Projekten mit dabei sind, ist der Gewinnhebel bei den Minen-Aktien besonders groß.

Auch kleine Firmen müssen hohe Anforderungen erfüllen – sonst bleibt der Erfolg aus

Allerdings sollten bestimmte Dinge auf jeden Fall erfüllt werden von den Unternehmen.

Dazu gehört auf jeden Fall ein kompetentes Management-Team, das auch bei der Art des spezifischen Vorkommens schon eine Erfahrung aufweisen kann.

Zudem sollte die Minen-Gesetzgebung in dem Land positiv sein. Gleichzeitig sollte das Vorkommen im Idealfall nicht nur hochgradig, sondern auch noch groß sein und weiteres Explorations-Potenzial aufweisen.

Zudem ist es wichtig, dass die Konzerne auch in der frühen Phase schon über frisches Kapital verfügen, um die weitere Entwicklung des Vorkommens voranzutreiben.

Und wenn nicht genug frisches Kapital vorhanden ist, sollte das Management schon einmal bewiesen haben, dass das Management in der Lage ist neues Kapital am Markt aufzunehmen.

9. Januar 2017

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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