Johnson & Johnson -Aktie: Konsumgütergigant mit Bremsspuren im vierten Quartal

Johnson & Johnson-Aktie: Konsumgüterriese mit Bremsspuren im vierten Quartal. Steuerreform belastet. Management zuversichtlich für 2018. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Was langfristig positiv ist, führt kurzfristig zu starken Einbußen. Zumindest im Fall des US-Pharma und Konsumgüterriesen Johnson & Johnson. Auf Grund der US-Steuerreform muss der Traditionskonzern eine hohe Sonderbelastung im Jahresschlussquartal verbuchen, die das Ergebnis sogar ins Minus gedrückt hat.

Am Tag der Bekanntgabe der Zahlen sackte die Johnson & Johnson-Aktie um beinahe 4% in den Keller. Für Langfristanleger aber noch lange kein Grund zu jammern. Auf Sicht der zurückliegenden fünf Jahre notieren die Papiere noch fast 100% in der Gewinnzone.

Johnson & Johnson – Porträt des Traditionskonzerns

Bei Johnson & Johnson handelt es sich um einen richtigen Traditionskonzern. Das Unternehmen Johnson & Johnson wurde im Jahr 1886 von den Johnson-Brüdern Robert, James und Edward gegründet. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag in den 1880er-Jahren in der Herstellung der ersten chirurgischen Verbandstoffe. Seit 1964 gehört Codman & Shurtleff, der 1838 in Boston gegründete und damit wahrscheinlich älteste Medizinprodukte-Hersteller der Welt, zu Johnson & Johnson.

Einer der weltweit größten Anbieter im Gesundheitsmarkt

Heute gehört der Konzern zu den weltweit größten Anbietern von Gesundheitsprodukten und Pharmazeutika. Damit reicht das Angebot von Baby-, Haut- und Mundpflege, Wellness-Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln über medizintechnische Geräte bis hin zu Medikamenten unter anderem für die Bereiche Herz-Kreislauf, Infektionen, Krebs, Schmerzen und Neurowissenschaften. Zu den bekanntesten Produkten des Unternehmens zählen u.a. Neutrogena, Listerine, RoC und Acuvue. Mittlerweile agiert der US-Konzern in mehr als 50 Ländern weltweit.

Robuste Wachstumsstory

Auf Sicht der vergangenen Jahre hat der US-Konzern ein solides Wachstum hingelegt. Seit 2002 kletterten die Erlöse von 36,29 auf 76,5 Milliarden Dollar. Alleine im letzten Geschäftsjahr verbesserten sich die Erlöse um satte 6%. Dazu trug allerdings auch die Übernahme des Schweizer Biotechunternehmens Actelion bei. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich auf 7,30 Dollar, was einem Zuwachs von 8,5% entspricht.

Rückstellungen schnellen in die Höhe

Allerdings musste Johnson & Johnson im vierten Quartal unerwartet hohe Rückstellungen verbuchen. Insgesamt führte die US-Steuerreform zu einer Sonderbelastung in Höhe von 13,6 Milliarden Dollar. Grund war eine Sonderabgabe, die US-Konzerne im Zuge der Steuerreform auf im Ausland geparktes Vermögen zahlen müssen. Im vierten Quartal fiel deshalb ein Nettoverlust von 10,7 Milliarden Dollar an nach einem Gewinn von 3,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wirkten sich die neuen Steuergesetze jedoch positiv aus, betonte das Unternehmen.

Optimistisch für das laufende Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich die Konzernführung hingegen weiter optimistisch. Beim Umsatz wird ein Anstieg auf 80,6 bis 81,4 Milliarden Dollar angepeilt. Im Gegenzug soll der Gewinn je Aktie auf 8 bis 8,20 Dollar ansteigen. Damit wird der Konsumgüterriese momentan mit dem 17-Fachen der erwarteten Jahresgewinne bewertet.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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