Johnson & Johnson: Krisenresistenter Dauerläufer

Johnson & Johnson zählt zu den erfolgreichsten Firmen weltweit. Die breite Angebots-Palette wird in 175 Ländern vertrieben. Hier mehr dazu: (Foto: Raihana Asral / Shutterstock.com)

Johnson & Johnson ist ein typisches Buffett-Investment:

Mit einer langen Firmengeschichte und starken Marken konnte der Konzern bis heute jede Wirtschaftskrise meistern.

Den hervorragenden Marken-Aufbau erkennt man auch daran, dass die Produkte Status-Charakter besitzen.

Damit können deutlich höhere Verkaufs-Preise am Markt durchgesetzt werden.

Überzeugendes 1. Halbjahr: Umsatz-Wachstum in allen Sparten

Johnson & Johnson konnte den Wachstumskurs im 1. Halbjahr fortsetzen: Der Umsatz stieg um 1,8% auf 36,6 Mrd. $.

Besonders positiv lief es weltweit im Bereich Medizintechnik (+4,0% auf 13,0 Mrd. $) und in den USA im Bereich Konsum-Produkte (+5,8% auf 2,9 Mrd. $).

Das internationale Geschäft war einmal mehr Wachstumstreiber und legte um 2,5% auf 17,5 Mrd. $ zu.

Damit erwirtschaftet Johnson & Johnson nahezu die Hälfte des Umsatzes im Ausland. Das operative Ergebnis legte um 1,2% auf 10,3 Mrd. $ zu.

Unterm Strich ging der Gewinn pro Aktie aufgrund einer höheren Steuerquote um 0,7% auf 3,0 $ zurück.

Johnson & Johnsons Pharma-Sparte – Lukratives Kerngeschäft

Neben dem beständigen und erfolgreichen Konsumgüter-Geschäft zählt Johnson & Johnson zu den wichtigen Innovatoren der Pharma-Branche.

Das Konsumgüter-Geschäft macht nur 18% des Gesamt-Umsatzes aus. Wichtigster Wachstumstreiber war jahrzehntelang das Pharma-Geschäft.

Insbesondere die Mittel gegen Krebs und Infektions-Krankheiten waren maßgeblich für die Wachstums-Dynamik.

Damit die Pharma-Sparte auch zukünftig nicht an Dynamik verliert, greift Johnson & Johnson tief in die Tasche:

Neben Investitionen in Forschung und Entwicklung werden vielversprechende Mitbewerber akquiriert.

Rekord-Übernahme sorgt für Wachstums-Impulse

Nach einem turbulenten Bieter-Wettkampf hat es Johnson & Johnson schließlich im 2. Anlauf geschafft, Actelion zu übernehmen.

Das Übernahme-Angebot in Höhe von 30 Mrd. $ wurde von beiden Parteien abgesegnet und die Wettbewerbs-Behörde hat dem Deal zugestimmt. Bezahlt wurde bar.

Actelion wurde vor 20 Jahren gegründet. Das Biopharma-Unternehmen hat sich zum weltweiten Experten im Bereich der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) entwickelt.

Actelion und Johnson&Johnson: Übernahme-Gerüchte bestätigtActelion bleibt das heiße Thema auf dem Parkett. Nachdem sich die Gerüchte am Freitag bestätigten, setzen mehr Investoren auf die Übernahme. › mehr lesen

PAH ist eine lebensbedrohliche Krankheit, bei der sich der Blutdruck im Lungen-Kreislauf erhöht. Mehr als 100.000 Patienten leiden an der Lungen-Erkrankung.

Mit 8 verschiedenen Medikamenten ist der hochprofitable Pharma-Konzern in weltweit 30 Ländern präsent.

Im Jahr 2016 wurde bei einem Umsatz von 2,4 Mrd. SFr ein Gewinn von 696 Mio. SFr erwirtschaftet.

Johnson & Johnson im Qualitäts-Check

Johnson & Johnson erfüllt meine 8 allgemeinen Qualitäts-Kriterien.

Das Geschäftsmodell ist leicht zu verstehen und die Produkte werden dringend benötigt.

Es gibt nur begrenzt direkten Ersatz. Dabei kann J&J eine beständige Firmengeschichte nachweisen.

Produkte wie Penaten, bebe, carefree oder o.b. zählen zu den generationsübergreifenden Kassenschlagern.

Auch bei den messbaren Qualitäts-Kriterien schneidet der Konzern mit 7 von 8 erfüllten Kriterien hervorragend ab.

Geschäftsmodell auf dem Prüfstand

Das Unternehmen hat durch die Besonderheit seiner Produkte und den Wiedererkennungswert der Marken Preisgestaltungs-Freiheit und solide Wachstums-Aussichten.

Durch den Verkauf von Gütern des täglichen Bedarfs ist J&J nicht auf zyklische Einnahmen angewiesen.

Zudem punktet der Konzern mit seiner geballten Innovationskraft. Die stabilen Cashflow-Margen von mehr als 24% unterstreichen das geringe operative Risiko.

Jahres-Prognose angehoben

Nach der erfolgreichen Actelion-Übernahme wurde die Jahres-Prognose angehoben:

Erwartet werden jetzt ein Umsatz von 75,8 – 76,1 Mrd. $ und ein bereinigter Gewinn von 7,12 – 7,22 $ pro Aktie.

Unter Berücksichtigung von Übernahme- und Restrukturierungs-Kosten rechne ich mit einem Gewinn von 6,55 $ pro Aktie.

Nach dem aktiven 1. Halbjahr sind weitere Übernahmen geplant.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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