Jost Werke: Gute Zahlen und höhere Umsatzprognose

Der LKW-Zulieferer Jost-Werke überzeugt mit guten Zahlen und bestätigt die kürzlich angehobene Umsatzprognose. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Der erst im vergangenen Jahr an die Börse gegangene LKW-Zulieferer Jost Werke hat heute seine Zahlen für das 1. Halbjahr 2018 vorgelegt und im Zuge dessen die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Jost-Aktie reagierte mit einem Aufschlag.

Wie sind die Zahlen im Detail ausgefallen, wie geht es weiter und was macht die Jost-Aktie? Diese Fragen werde ich Ihnen gleich beantworten. Zunächst aber kurz zum Unternehmen Jost Werke und zum Geschäftsmodell.

Jost Werke: Ein führender LKW-Zulieferer

Jost ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für Zugmaschinen, Auflieger und Anhänger.

Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben hochwertige Markenprodukte an, die nach den folgenden 3 Systemen unterteilt sind: „Vehicle Interface“ (Fokus auf Produkte, die für den Betrieb einer Nutzfahrzeugkombination aus Truck und Trailer benötigt werden wie zum Beispiel Sattelkupplungen und Stützwinden).

Die 2. Kategorie ist „Handling Solutions“ (umfasst Containertechnologie und hydraulische Zylinderprodukte) und die 3. Kategorie ist „Maneuvering“ (Fokus auf Achsen für Sattelzugmaschinen („Trucks“) und Sattelauflieger und Anhänger („Trailer“) sowie Zwangslenkungssysteme).

Mit seinem globalen Vertriebsnetz und Produktionsstätten in 21 Ländern auf 5 Kontinenten hat Jost direkten Zugang zu allen großen Herstellern von Trucks und Trailern sowie zu allen relevanten Endkunden. Das Unternehmen beschäftigt weltweit derzeit über 2.800 Mitarbeiter.

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Die aktuellen Zahlen im Überblick

Jost hat den Umsatz im 1. Halbjahr 2018 organisch (bereinigt um Wechselkurseffekte) um 9,1% gesteigert. Der ausgewiesene Umsatz stieg um 5,3% auf 381,1 Mio. Euro. Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) legte im Vergleich zum Vorjahr von 44,3 auf 45 Mio. Euro zu.

Das Nettoergebnis verbesserte sich von -81,9 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2017 auf +34,7 Mio. Euro in den ersten 6 Monaten dieses Jahres. Besonders positiv ist, dass Jost die gute Entwicklung aus dem 1. Quartal im 2. Quartal fortsetzen konnte.

Zu dem starken organischen Umsatzwachstum im 1. Halbjahr 2018 trug nach Unternehmensangaben vor allem der kräftige Zuwachs in Nordamerika bei, wo Jost im stark wachsenden Truck- und Trailer-Markt noch zusätzliche Marktanteile gewinnen konnte. Jost-Chef Lars Brorsen kommentiert die Zahlen wie folgt: „Die Ergebnisse des 1. Halbjahrs stimmen mich positiv für das Geschäftsjahr 2018.“

Zudem hat Jost heute die bereits am 25. Juli im Rahmen der Präsentation vorläufiger Halbjahreszahlen angehobene Umsatzprognose noch einmal bestätigt.

Das Unternehmen erwartet für 2018 ein mittleres bis hohes einstelliges organisches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr (vorherige Prognose: mittleres einstelliges organisches Umsatzwachstum) und rechnet mit einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns (bereinigtes EBIT) gegenüber 2017 im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Die Jost-Aktie notiert derzeit trotz guter operativer Entwicklung noch immer gut 16% unter dem Höchststand aus dem vergangenen Jahr – hat aber zuletzt auch schon wieder zweistellig zugelegt. Aus meiner Sicht ist die Jost-Aktie nicht uninteressant, es gibt aber einige Aktien auf dem deutschen Kurszettel, die über ein noch besseres Chance/Risiko-Verhältnis verfügen.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.