Jost Werke passt Prognose für das laufende Jahr an

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Der Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke legt Zahlen für die ersten 9 Monate des laufenden Jahres vor und passt die Prognose für das Gesamtjahr an. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Während die Automobilindustrie schon seit einigen Quartalen schwächelt, zeigen sich jetzt auch in der Nutzfahrzeugbranche und bei den Zulieferern erste größere Bremsspuren. So auch bei dem mittelständischen deutschen Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke, der vor wenigen Tagen aktuelle Zahlen vorgelegt hat und im Rahmen dessen die Prognose für das laufende Jahr nach unten anpassen musste.

Bevor wir im Detail auf die Zahlen und die Entwicklung sowie die Perspektiven der Jost-Aktie eingehen, noch ein paar Worte zum Geschäftsmodell des Unternehmens. Jost ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für Zugmaschinen, Auflieger und Anhänger.

Jost Werke bietet nach eigenen Angaben hochwertige Markenprodukte an, die nach 3 Systemen unterteilt sind. Mit seinem globalen Vertriebsnetz und Produktionsstätten in 22 Ländern auf 5 Kontinenten hat Jost direkten Zugang zu allen großen Herstellern von Trucks und Trailern sowie zu allen relevanten Endkunden. Das Unternehmen beschäftigt weltweit derzeit über 2.900 Mitarbeiter.

Die 9-Monats-Zahlen im Detail

Nach vorläufigen Angaben steigerte Jost Werke den Umsatz in den ersten 9 Monaten des Jahres leicht um 1,9% auf 579,1 Mio. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) erhöhte sich etwas unterproportional zum Umsatz um 0,4% auf 65,5 Mio. Euro.

Wie bereits im 1. Halbjahr 2019 übten insbesondere die in Europa gestiegenen Personalkosten Druck auf das operative Ergebnis aus. Die bereinigte operative Gewinnmarge (bereinigte EBIT-Marge) war dennoch dank der eingeleiteten Effizienzmaßnahmen mit 11,3% nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr (11,5 %). Der Vorsteuergewinn (EBT) wuchs um 12,9% auf 41,2 Mio. Euro.

Der operative Cashflow (Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft) verdoppelte sich bis Ende September auf 56,4 Mio. Euro. Die liquiden Mittel im Konzern verbesserten sich zum 30. September um 25,5 Mio. Euro auf 91,6 Mio. Euro.

Neue Prognose für das Gesamtjahr

Jost berichtet, dass man im laufenden Quartal eine zunehmende Verschlechterung des Marktumfelds für Nutzfahrzeuge in allen Regionen beobachtet, die voraussichtlich über die typische saisonale Schwäche eines 4. Quartals deutlich hinausgehen wird.

Daher passt das Jost-Management die Prognose für das laufende Jahr wie folgt an: Es wird nunmehr ein leichter Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) soll sich 2019 weiterhin im Einklang mit dem Umsatz entwickeln. Entsprechend dürfte die EBIT-Marge 2019 im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil bleiben.

Die Jost-Aktie notiert derzeit rund 35% unter den Höchstständen aus dem Jahr 2018. Um diese Notierungen wieder zu erreichen bedarf es eines besseren konjunkturellen Umfelds. Wenn Sie ein antizyklisch agierender Investor sind, könnte sich derzeit ein Einstieg für Sie anbieten. Erholt sich die Konjunktur winken deutliche Gewinne.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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