Jubelmeldungen sind klarer Kontraindikator

So langsam wird es spannend bei der deutschen Konjunktur: Einige Indikatoren deuten immer mehr nach oben.

Doch heute werde ich Ihnen zeigen, dass dies ein Kontraindikator für die reale Lage ist.

So ist jetzt der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index vom Forschungsinstitut Markit Economics weiter angestiegen. Dies ist ein wichtiger Indikator zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland.

Dieser sogenannte Einkaufsmanager-Index erreichte aktuell mit 54 Punkten den höchsten Stand seit vier Monaten.

Dies wird dahingehend interpretiert, dass die deutsche Wirtschaft „einen Gang höhergeschaltet“ hätte und die Probleme in China uns nicht beträfen.

Aber genau hier führen die Rückschlüsse in die Irre. Es mag vielleicht sein, dass ganz aktuell China noch keine großen Folgen für die deutsche Wirtschaft hat.

Doch schon bald wird das anders sein; China ist als Wirtschaftsnation mittlerweile so wichtig, dass die Krise dort schon bald auch auf viele andere Länder Auswirkungen haben wird.

China und fallende Rohstoffpreise sind klares Krisensignal

Im Grunde erinnert mich das alles an das Jahr 2008. Auch damals wurde behauptet, dass uns der abstürzende Immobilienmarkt in den USA nicht betreffen würde und dass ein „Aufschwung“ unmittelbar bevorstünde.

Doch es kam nicht der Aufschwung, sondern im Oktober 2008 mit der Pleite der Lehman Brothers-Bank die große Finanzkrise.

Ich bleibe dabei: „Jubelmeldungen“ dieser Art sind für mich deutliche Kontraindikatoren, dass es schon bald ganz anders kommen wird.

Angesichts des dramatischen Einbruchs in China und der massiv verfallenden Industriemetall-Preise weisen immer mehr Indikatoren auf einen in Kürze bevorstehenden Crash auch bei uns hin.

Gerade die stak fallenden Preise der Industriemetalle sprechen hier eine klare Sprache. Wenn eben weniger Industriemetalle benötigen werden, fallen die Preise. Genau das erleben wir aktuell bei Kupfer oder auch Nickel.

Solche „Jubelmeldungen“ können Sie also getrost ignorieren. Diese Meldungen führen in die Irre. Das werden sie dieses Mal auch wieder tun – wie so oft auch schon in der Vergangenheit.

Besser ist es, Ihr Vermögen sturmfest zu machen. Das tun Sie, indem Sie Ihre Vermögen breit streuen und auch Short-Positionen zur Absicherung mit aufnehmen.

31. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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