Juli 2020: Die 3 größten Investments von Top-Investor Alan Fournier

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Die 3 Top-Positionen von Alan Fournier: Hedgefondsmanager steigt in großem Stil bei Softwaregigant Microsoft ein (Foto: mariakray/Shutterstock)

Heute möchte ich Ihnen die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des US-amerikanischen Top-Investors Alan Fournier vorstellen.

Bevor sich Fournier mit seinem Hedge-Fonds Pennant Capital Management selbstständig gemacht hat, konnte er weitreichende Erfahrungen in der Finanzbranche sammeln – und hat dabei von einigen der besten Investment-Managern gelernt.

Seine Karriere startete Fournier Ende der 80er Jahre bei dem damals bedeutenden Wertpapier-Broker Bernstein als Aktien-Analyst. Dort betreute er einige der besten Hedge-Fonds als Kunden.

David Tepper, einer der erfolgreichsten Hedge-Fonds-Manager der letzten 20 Jahre, wurde damals auf das Talent von Alan Fournier aufmerksam. Fournier arbeitete daraufhin einige Jahre für Teppers Hedge-Fonds Appaloosa Management.

Später hat Fournier seinen eigenen Hedge-Fonds Pennant Capital Management gegründet, der inzwischen zu den erfolgreichsten Fonds der letzten Jahre zählt.

Pennants Aktien-Positionen haben seit Anfang 2003 mit US-Aktien einen Wertzuwachs von rund 700% erzielt, während der wichtige US-Leitindex S&P 500 inklusive Dividenden nur auf knapp 200% im gleichen Zeitraum kommt.

Fournier investiert sowohl in unterbewertete Value-Titel wie auch in wachstumsstarke Aktien mit hohem Kurs-Momentum.

Einem einzigen Top-Investor blind zu folgen, ohne die genauen Hintergründe zu seinen Investments zu kennen, ist sicherlich nicht ratsam. Doch wenn Sie nach aussichtsreichen US-Aktien suchen, können die Aktien-Investments von Alan Fournier wertvolle Anregungen liefern.

Dies sind die drei derzeit größten Aktien-Positionen von Fourniers Hedge-Fonds Pennant Capital Management:

Charter Communications

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 8,87% ist die Aktie von Charter Communications. Derzeit hält Fournier ein Aktienpaket im Wert von 24 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Seine ersten Aktien kaufte der Hedgefondsmanager bereits im zweiten Quartal 2016. In den Folgejahren stockte er seine Position zum Teil deutlich auf.

Charter Communications ist ein US-amerikanischer Betreiber von Kabelnetzen mit digitalem und interaktivem Fernsehen, Video-on-Demand-, Internet- und Telefondiensten. Mit seinen Zahlen zum letzten Quartal konnte der Konzern punkten. Sowohl das Umsatzwachstum von 4,7% auf 11,73 Milliarden Dollar als auch der Nettogewinn in Höhe von 396 Millionen Dollar lagen über den Erwartungen.

Microsoft

Zweitgrößte Position ist die Microsoft-Aktie mit einer Gewichtung von 6,76% im Portfolio von Pennant Capital Management. Die Position hat einen Gegenwert von knapp 19 Millionen Dollar und wurde im letzten Quartal komplett neu aufgebaut.

Im Startquartal hat Microsoft die Analystenerwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Insgesamt erzielte Microsoft eine Umsatzsteigerung von 15% auf 35 Milliarden Dollar (Analystenkonsens: 33,7 Milliarden Dollar). Dabei profitierte der US-Konzern besonders vom anhaltenden Cloud-Boom: Die Intelligent Cloud von Microsoft (inklusive Azure, GitHub und Server-Produkte wie SQL Server und Windows Server) konnte um satte 27,2% auf 12,28 Milliarden Dollar zulegen.

Der Gewinn je Aktie betrug 1,40 Dollar, was einer Steigerung von 22% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht (Analystenkonsens: 1,27 Dollar je Aktie).

T-Mobile US

Drittgrößte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von 6,61% ist die Aktie von T-Mobile US. Derzeit hält Fournier ein Aktienpaket im Wert von gut 18,5 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Die Position hat der Fondsmanager im letzten Quartal nochmals um 25% nach oben gefahren.

Die T-Mobile US ist der drittgrößte Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Unternehmen entstand 2001 durch die Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom. Durch die Fusion mit dem Wettbewerber Sprint attackiert T-Mobile im US-Mobilfunkmarkt nun die Platzhirsche AT&T und Verizon. T-Mobile rechnet im zweiten Quartal mit einem Nettozuwachs bei den Vertragskunden zwischen 800.000 und 900.000. Bislang galt ein Plus von null bis 150.000 Euro als Richtwert. Eine schneller als erwartete Erholung im Einzelhandel und neue Möglichkeiten bei T-Mobile for Business werden als Gründe genannt.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.