Junk Bonds warnen vor erneutem Crash!

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Der High Yield Bond ETF von ISHARES ist erneut aus einem steigenden Keil nach unten ausgebrochen. Tiefere Kurse sind also durchaus realitisch. (Foto: Imilian / Shutterstock.com)

Hochzinsanleihen klingt besser als Ramschanleine. Genauso funktioniert es auch im Englischen. Aus Junk Bonds wurde High Yield Bonds. Doch am Ende ist es einfach nur Schrott. Der bringt zwar Zinsen, solange das System nicht zusammenklappt, aber genau deshalb ist es gut, hier den Puls zu messen.

Wird nämlich dieser Markt hektisch, können wir das am Frühwarnsystem benutzen. Wer ein besonders hohes Risiko eingeht, achtet noch mehr darauf, wie sich der Kurs entwickeln kann. Der folgende Chart zeigt deutlich, warum dieser Anleihenmarkt einen Blick wert ist.

Wochenchart der Schrottanleihen

Hier sehen Sie Kursverlauf seit etwa Mitte letzten Jahres. Ähnlich wie der Aktienmarkt, lief auch der Bondmarkt stabil und leicht nach oben. Dann kam Corona und alles brach ein. Natürlich auch die Ramschwerte.

Dass der Markt hier aus seinem Keil Ende Februar nach unten ausbrach, war ein negatives Signal. Danach folgte auch hier ein Crash – genauso wie in allen großen Indizes.

Jetzt sind wir erneut in einer ähnlichen Situation: Der High Yield Bond ETF von ISHARES im obigen Chart ist erneut aus einem steigenden Keil nach unten ausgebrochen. Die Chance ist also gut, dass wir in den kommenden Wochen erneut tiefere Kurse sehen.

Ramschanleihen ETFs

Ja, es gibt tatsächlich derartige ETFs, in die Sie als Privatanleger auch investieren können. Doch so richtig lohnt sich das auch wieder nicht. Schauen wir uns den größten ETF namens iShares Euro High Yield Corporate Bond UCITS ETF EUR an. Dort stecken aktuell Mittel in Höhe von über 6 Milliarden Euro drin.

Im laufenden Jahr zeigt er Minus von 4,3 Prozent an. 2019 lag der Profit bei 10 Prozent. 2018 gab es ein Minus von 3,5 Prozent. 2017 ein Plus von 4,76 Prozent. Das sind alles keine Zahlen, die unglaublich attraktiv sind. Wenn Sie dagegen in der Zeit einfach einen ETF auf den S&P 500 oder NASDAQ halten, wären Sie deutlich besser davongekommen.

Nur weil es „High Yield“ heißt und größeres Risiko ist, muss es also nicht immer rentabel sein. Selbst die letzten 6 Monate gab es nur ein Plus von knapp 14,5 Prozent. Da hat selbst der DAX mehr geleistet.

Der hat sich heute übrigens wieder für einen Seitwärtstag entschieden. Kein neues Wochenhoch, aber auch kein neues Wochentief. Ein klassischer Inside-Day. Mehr zum DAX aber morgen in der Analyse.

Wichtig: Heute Nacht ist das erste TV-Duell zwischen Trump und Biden. Das birgt auf jeden Fall Zündstoff bzw. Unterhaltungswert. Je nachdem, wie ernst Sie das ganze Theater nehmen. Sind wir einmal gespannt, welche Highlights es morgen zu sehen gibt.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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