K+S Aktie

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In der heutigen Ausgabe des Aktien Profils wird die K+S Aktie analysiert. (Foto: hyebrink / shutterstock.com)

Unternehmensportrait

Im Bereich der Düngemittel und Salze zählt der Kasseler Konzern K+S zu den Weltmarktführern. Das Unternehmen hat sich besonders auf die Förderung und den Vertrieb von Kalisalzen für den industriellen, landwirtschaftlichen und privaten Sektor spezialisiert. Mit rund 18 Prozent ist Deutschland der größte Absatzmarkt von K+S, etwa 35 Prozent entfallen auf das restliche Europa.

Die Wurzen von K+S reichen zurück bis in das Jahr 1889, als ein Vorgänger des Konzerns in Goslar gegründet wurde. Im Geschäftsjahr 2010 waren weltweit 15.267 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig, welches seit 2007 von dem Vorstands-Vorsitzenden Norbert Steiner geleitet wird.

Zuwächse in Q1 und Q2: K+S hebt Jahresziele an

Insgesamt hat der Konzern im ersten Halbjahr 2011 ordentliche Zahlen vorgelegt. Zwar wurden die hohen Erwartungen an das zweite Quartal nicht ganz erfüllt, dennoch konnte der Umsatz um etwa elf Prozent auf über eine Milliarde Euro gesteigert werden. Auch das operative Ergebnis verbesserte sich auf 192 Millionen Euro (Plus 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal).

K+S profitiert augenblicklich vor allem von der weltweit steigenden Nachfrage nach Düngemitteln. Auch im Salzgeschäft konnte das Unternehmen Umsatz- und Gewinnsteigerungen verzeichnen. Die Konzernspitze hat dementsprechend die Jahresziele angehoben und nach Vorlage der Quartalszahlen genauer beziffert: Im Geschäftsjahr 2011 sollen insgesamt ein Umsatz zwischen 5 und 5,3 Milliarden Euro und eine EBITDA von 1,15 bis 1,3 Milliarden Euro erzielt werden.

Gute Fundamentaldaten verhindern nicht immer einen Kursabsturz

Bezogen auf die fundamentalen Daten der K+S Aktie ist der Titel ein Kauf. Bereits vor den Kursstürzen der vergangenen zwei Wochen war die Aktie mit einem KGV von etwa 15, einer guten Dividendenrendite und einer überzeugenden Eigenkapitalquote fair bewertet. Aktuelle Fundamentaldaten lassen sogar auf eine klare Unterbewertung der Aktie schließen.

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In der augenblicklichen Situation sind fundamentale Kennzahlen allerdings nur von sekundärer Bedeutung. Die Märkte sind aufgrund der Schuldenkrisen und befürchteten Rezession weiterhin sehr nervös. Nachdem die K+S Aktie Anfang der Woche wieder zulegen konnte, ging sie in den vergangenen beiden Tagen erneut auf Talfahrt. Aus fundamentaler Sicht ist der erneute Absturz des Titels nicht erklärbar.

Die fundamentalen Kennzahlen der K+S Aktie sind gut und im ersten Halbjahr 2011 erfüllte K+S mit Umsatz- und Gewinnsteigerungen größtenteils die Erwartungen der Analysten. Dennoch sollte man auch bei diesem Titel zunächst Vorsicht walten lassen. Als Anleger sollte man sich momentan nicht nur auf gute Fundamentaldaten beschränken. Sobald sich die Märkte entspannen, eine dauerhafte Erholung in Sicht ist und eine Bodenbildung erkennbar wird, ist die K+S Aktie jedoch ein klarer Kauf.

Analyse der K+S Aktie

* Bewertung nach Schulnotensystem

Die Kennzahlen und Auswertungen richten sich im Kern nach Benjamin Grahams Fundamentalanalyse: https://www.gevestor.de/shop/details/intelligent-investieren.html


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Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.