K1 Invest 2011: Diese Klagechancen bleiben Anlegern übrig

K1 Invest war ein Skandal ohne Gleichen und ein Schock für die Anleger. Jetzt bleiben den Anlegern nur wenige Möglichkeiten, zum Klagen. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Grant Thornton, der Insolvenzverwalter des K1 Invest-Fonds, hatte für die Anleger nur eine Hiobsbotschaft im Gepäck:

Von den insgesamt 348 Millionen Euro, die der Fonds des mutmaßlichen Anlagebetrügers Helmut Kiener noch im Juli 2009 verwaltete, sind nur noch rund 300.000 Euro übrig.

Jetzt bleibt Anlegern nur noch eine verschwindend geringe Hoffnung, ihre Investments zurückzuholen. Folgende Möglichkeiten bestehen:

Schadensersatz geltend machen – Haftung von Anlageberater prüfen

Zunächst sollten Anleger ihre Ansprüche auf Schadensersatz gegen Helmut Kiener geltend machen. (Weitere Informationen über das Verfahren, das derzeit gegen Kiener läuft, finden Sie hier).

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Anlageberater haftbar zu machen. Dies ist jedoch nur dann möglich, falls er nicht über die genauen Risiken informiert hat, die durch ein Investment bei K1 Invest bestehen.

Weitere Informationen zur Haftung von Anlageberatern finden Sie hier:

  • Güteantrag stoppt Verjährung bei Klage auf Schadensersatz bei falscher Beratung
  • Finanzberater haftet für unrealistische Versprechen
  • BGH fällt Urteil zur Haftung von Anlageberatern

Provisionsgebühr – weitere Klagechance

Eine weitere Klagechance eröffnet sich, falls der Anlageberater nicht auf die Provision hingewiesen hat, die von K1 geflossen ist. Dazu finden Sie in dem folgenden Beitrag ausführliche Informationen:

  • Falle Provisionsgebühr: Finanzberater verklagen

Die Süddeutsche Zeitung berichtet außerdem, dass sowohl Treuhänder als auch Prüfer wegen Schlechterfüllung verklagt werden könnten. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass sich dies nicht pauschal sagen lässt, sondern jeder Fall gesondert betrachtet werden muss.

Falls Sie bei K1 Invest Geld angelegt haben, sollten Sie die möglichen Ansatzpunkte für eine Klage genau prüfen, um den eventuell entstandenen Schaden zu begrenzen.

Dort erfahren Sie leicht verständlich und professionell aufbereitet, wie Sie Ihr Vermögen mehren und gleichzeitig gegen die Widrigkeiten der Kapitalmärkte absichern.

Jetzt hat auch Deutschland seinen Hedgefonds-Skandal!

Nachdem bereits die Wall Street durch die millionenschweren Insider-Geschäfte von Raj Rajaratnam (GeVestor.de berichtete darüber) erschüttert wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft Würzburg jetzt gegen die Fondsgesellschaft K1.

Gründer Helmut Kiener wird vorgeworfen, Banken vorsätzlich belogen zu haben, um sich höhere Kredite zu erschleichen.

Falsche Angaben über Hedgefonds-Vermögen

So soll Kiener das Vermögen seiner Hedgefonds gegenüber Geldinstituten als größer dargestellt haben, als es eigentlich ist, wie die Financial Times Deutschland berichtet. Dadurch war es ihm möglich, mehr Geld einzusetzen, als der Fonds von seinen Investoren eingesammelt hatte.

Die beiden Dach-Hedgefonds von K1 legten ihr Geld in knapp 70 Einzelfonds an. Die gesamte Anlagesumme beläuft sich auf ca. 600 Millionen Euro.

Hedgefonds Skandal: Schaden bei den Banken auf 400 Mio. US-Dollar geschätzt

Kredithebel sind innerhalb der Hedgefonds-Branche zwar keine Seltenheit, doch in der Regel werden sie von Einzelfonds genutzt und nicht von den Dach-Hedgefonds. Als Anfang 2009 die Kredite gekündigt wurden und die Banken auf Zurückzahlung der geliehenen Summe bestanden, platzte die Bombe.

Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass weltweit agierende Geldhäuser wie BNP Paribas, Barclays oder JP Morgan Chase als Kreditgeber von K1 aktiv waren. Sie sollen jetzt auf einer Summe von insgesamt knapp 400 Millionen US-Dollar sitzen bleiben.

Für die Suche nach einem Hedgefonds Skandal ist ab sofort kein Blick über den großen Teich mehr notwendig. Auch in Deutschland bahnt sich ein Wirtschaftsverbrechen an, dessen Ausnahme bislang nur erahnt werden können.

K1 Invest: 2011 immer noch nicht ausgestanden

Die Deutsche Finanzaufsicht (BaFin) ist bereits seit 2001 bemüht, den Vertrieb von K1-Produkten an deutsche Anleger zu verhindern.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt