Kanada: Großes Land mit vielen Rohstoffchancen

Sehr viele internationale Rohstoffprojekte werden in Kanada finanziert.

Daher sind so viele Rohstofffirmen auch hier angesiedelt.

Ob Toronto oder auch Vancouver – in beiden kanadischen Metropolen bildet der Rohstoffsektor einen wichtigen Anteil am Wirtschaftsleben.

Nur einige kleine Fakten, die die Bedeutung des Sektors für die Volkswirtschaft des Landes unterstreichen: Derzeit existieren in Kanada rund 130 Minen.

Darunter fallen sowohl Tagebau-Projekte als auch Zechen. Diese Minen tragen rund 3% zur kanadischen Wirtschaftsleistung bei und haben einen Anteil von knapp 20% am Export des Landes.

Dabei werden von Kanada aus weltweit Projekte vorangetrieben und viele Firmen sind nur an den Börsen in Toronto und Vancouver gelistet, um das rohstofffreundliche Klima des Landes zu nutzen. Zusätzlich bietet die in Kanada geltenden Standards den Investoren eine höhere Sicherheit als in den anderen Ländern.

Doch auch in Kanada selbst sind extrem viele aussichtsreiche Projekte angesiedelt. Und was mich immer wieder überrascht ist die Zahl der neuen Projekte, die immer wieder auf den Markt kommen.

Kanada ist eben ein wirklich großes Land. Ein Flug von Vancouver am Pazifik nach St. John am Atlantik dauert 7 Stunden. Erst dann hat man das Land von West nach Ost durchquert.

Große Produzenten brauchen dringend neue Ressourcen

Aber neben den vielen neuen Storys, die sich verstärkt auf der PDAC in Toronto vorgestellt haben,  gibt es auch die großen Produzenten. Diese Platzhirsche der Branche brauchen vor allem eins: Neue Rohstoffressourcen.

Und genau das wird den Markt in den nächsten Monaten und auch Jahren weiter antreiben. Goldkonzerne wie Barrick Gold (WKN: 870450) oder Newmont Mining (WKN: 853823) müssen einfach jede Unze die gefördert wurde auch wieder ersetzen.

Ansonsten nehmen die Ressourcen ab und die Börse straft so etwas gnadenlos ab. Selbst Verzögerungen bei Projekten können angesehene Produzenten stark unter Druck bringen.

Aktuell leidet Kinross Gold (WKN: A0DM94) darunter. Die Ziele des kanadischen Produzenten sind aber sehr ambitioniert, denn das Unternehmen will gleichzeitig drei Minen in Produktion bringen. Das kostet extrem viel Geld und greift die Ertragskraft an.

Schafft Kinross Gold die Trendwende?

Doch die aktuelle Schwäche ist auch eine Chance. Bei Kinross Gold steht die Frage im Raum: Schaffen sie es, die Minen tatsächlich in Produktion zu bringen? Fakt ist: Kinross wird aktuell extrem niedrig bewertet. Gelingt dem kanadischen Produzenten die Trendwende sind sehr schnell deutlich höhere Kurse möglich.

Dieses Beispiel zeigt Ihnen: Das Risiko ist auch bei Produzenten immer noch hoch. Selbst anerkannte Firmen müssen ihre Strategie nachweisen – sonst droht der Absturz an der Börse.

Doch Investoren, die in solchen Phasen mutig sind, können auch selbst bei solchen Aktien in kurzer Zeit hohe Renditen erzielen, falls es nicht noch weitere Verzögerungen in der Entwicklung der Minen gibt.

8. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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