Kapital-Vernichtung: Bald kommt die „Negativ-Rendite“

Alles steht auf Sturm – die Krisen nehmen zu.

Ob Banken-, Flüchtlings-, Syrien-Krise oder andere Krisen (um nur die wichtigsten zu nennen): Es wird immer schlimmer…

Auch die schwierigen Zeiten für die deutschen Sparer werden noch schlechter.

Warum? Ganz einfach: weil der Nullzins vollends zum Negativzins verkommen wird – und zwar flächendeckend.

Selbst Banken prognostizieren bereits hinter vorgehaltener Hand ein böses Erwachen für das Jahr 2017.

Die Rendite Ihres privaten Finanz-Vermögens wird immer schmaler

Das müssen Sie wissen: Vor Einführung des Euro lag die durchschnittliche jährliche Rendite des Finanz-Vermögens der deutschen Privat-Haushalte bei rund 6%.

Von 2012 – 2016 fiel diese jedoch um fast die Hälfte; nun liegt sie nur noch bei rund 3,4%.

Dabei besteht das Finanz-Vermögen der hiesigen Privat-Haushalte zu 3/4 aus Bargeld, Einlagen und Versicherungen.

Allerdings haben die Deutschen in den letzten 10 Jahren den Anteil von Bank-Einlagen und Sparbriefen von 22% auf 16% gesenkt.

Dies liegt wohl im steigenden Misstrauen gegenüber den Banken im Allgemeinen begründet.

Doch das ist noch nicht alles mit den Bad News: So sank in den vergangenen 25 Jahren die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe von ca. 9% auf 0.

Negative Rendite

Während Sie also auf der einen Seite weniger Rendite zu erwarten haben, werden auf der anderen steigende Preise Ihr Vermögen noch mehr schmälern.

Die Rede ist von den stark anziehenden Energie-Preisen, die die Inflation antreiben und für weitere kräftige Rückgänge der realen Gesamt-Renditen sorgen werden, also gesunkene Zinsen und höhere Geldentwertung.

Mathematisch ausgedrückt: nominale Verzinsung abzüglich Geldentwertung.

So wird 2017 aller Voraussicht nach die reale Gesamt-Rendite negativ. Ist das nicht unglaublich!?

Die Deutschen sparen wie verrückt

Im europäischen Vergleich haben die Deutschen eine ungeschlagene Sparquote von 17%.

Doch sie verfügen nur über ein halb so hohes Netto-Geldvermögen wie etwa die Briten.

Dennoch bunkern wir hierzulande fast 2 Bio. auf Tagesgeld- und Sparkonten – trotz Null- und vereinzelt auch Negativzins;

trotz Inflation, die das Sparvermögen zusätzlich jeden Tag faktisch schmälert; und trotz hoher Bank-, sprich: Konto-Gebühren, die noch weiter steigen werden.

Fehler bei der Alternativ-Anlage

Sie als Privat-Anleger haben – durchschnittlich betrachtet – also nicht zu wenig Geld, um zu sparen, sondern Sie sparen falsch – und machen vielleicht auch noch Fehler.

Einer der eklatantesten ist, in der Hoffnung auf mehr Rendite auch höhere Risiken eingehen zu wollen, sprich: in Papiere anzulegen, die Ihnen überwiegend von Banken regelrecht schmackhaft gemacht werden.

Davon raten wir Ihnen dringend ab. Stattdessen sollten Sie Risiken managen.

20. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Guido Grandt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt