KarstadtQuelle Direktversicherung: Das müssen Sie wissen

Nach der Pleite von Quelle fragen sich viele Versicherte, was denn eigentlich aus ihren Versicherungen bei KarstadtQuelle wird. Laut Unternehmensangaben sind über vier Millionen Deutsche bei der KarstadtQuelle Direktversicherung versichert.

Wir informieren Sie deshalb darüber, was mit Ihrer Haftplicht-, Hausrat oder Zahnpolice infolge des endgültigen Versiegens von Quelle passieren kann – doch Grund zur Panik oder Sorge besteht in keinem Fall.

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KarstadtQuelle: Nur noch namentliche Verwandtschaft zu Quelle

Mit Quelle ist die Direktversicherung KarstadtQuelle nur noch durch den Namen verknüpft, denn der Versicherer hat sich bereits vom Quelle-Mutterkonzern Arcandor emanzipiert. Bereits seit dem Jahr 2002 besitzt die Ergo Versicherungsgruppe AG einen Mehrheitsanteil an KarstadtQuelle Versicherungen und hat das Unternehmen Ende des Jahres 2008 komplett übernommen.

Folglich: Der Name „Karstadt Quelle“ wurde bei der Übernahme als Markenzeichen beibehalten, die Versicherung hat aber nichts mehr mit ihrem ursprünglichen Gründer- und Eigentümerkonzern zu tun.

Zur Ergo-Versicherungsgruppe gehören unter anderem die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), die Rechtsschutzversicherung D.A.S. sowie die Lebensversicherungen Hamburg-Mannheimer sowie Victoria Leben.

Mit 94,7 Prozent ist die Münchener Rück der größte Aktionär der Ergo Versicherungsgruppe AG. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 17,71 Milliarden Euro, der von 53.217 Mitarbeitern erwirtschaftet wurde.

KarstadtQuelle: Keine Gefahr für Versicherungskunden

Der Sturm der Entrüstung, der wegen der Quelle-Pleite durch die Republik tobt, sorgt also keinesfalls dafür, dass auch die Versicherungspapiere von KarstadtQuelle Versicherungen durch die Luft wirbeln.

Der Direktversicherer ist in keiner Weise von der Arcandor-Insolvenz betroffen und somit drohen auch keinem der über vier Millionen Versicherten irgendwelche Komplikationen oder Konsequenzen.

KarstadtQuelle-Bank: Ratenkredite müssen unverändert bedient werden

Auch die KarstadtQuelle-Bank ist nur noch namentlich mit dem Konzern verbandet: Das Geldinstitut gehört zur Valoris AG, die sowohl rechtlich als auch finanziell unabhängig von Arcandor ist.

Laufende Ratenkredite müssen also weiterhin bedient werden und platzen keinesfalls durch die Quelle-Pleite. Dies gilt auch, wenn beispielsweise für einen Warenkauf bei Quelle ein Kredit bei einem anderen Institut aufgenommen haben: Auch dieser Kreditvertrag muss natürlich erfüllt werden.

Es ist jedoch möglich, dass der Insolvenzverwalter von Quelle Ihnen eine neue Bankverbindung mitteilt – ab diesem Zeitpunkt sind Zahlungen dann ausschließlich auf dieses Konto zu leisten. Genauere Informationen können Sie gegebenenfalls dem Schreiben mit der neuen Bankverbindung entnehmen.

Wie Karstadt Quelle Anfang Juni 2009 angesichts der Arcandor-Insolvenz mitteilte, steht ein Namenswechsel nicht zur Debatte.

Es bleibt jedoch bislang offen, ob das Verschwinden von Quelle aus der deutschen Versandhandel-Landschaft nicht doch noch zu einem Umdenken führt – der Name „Quelle“ riecht inzwischen jedenfalls deutlich nach verbrannter Erde.

Fazit für Versicherte: Es bleibt alles beim Alten, Ihre Policen laufen weiter wie bisher. Von der Insolvenz des Arcandor-Konzerns sind die Versicherungsverträge nicht berührt, und Sie brauchen sich auch um die Leistungen keinerlei Sorgen zu machen.

23. Oktober 2009

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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