Kassensturz: Klären sie Ihre finanzielle Ausgangssituation

Ein Überblick über die persönliche Finanzlage bewahrt Sie als immobilien-Investor vor bösen Überraschungen. Klären Sie vorher, wo Ihre Spielräume liegen und passen Sie Ihre Strategie daraufhin an. (Foto: karamysh / Shutterstock.com)

Wer in Immobilien investieren will muss auf sicherem Boden stehen. Das Wichtigste: Er muss wissen, wieviel Eigenanteil er investieren kann. Zwar ist es mitunter sogar möglich, ein Objekt ganz ohne Eigenkapital zu kaufen, und erfahrene Investoren tendieren dazu, es auf ein Minimum zu drücken, wenn Sie als Investor jedoch über zu wenig Eigenkapital verfügen könnte es ungemütlich werden.

Seien Sie ehrlich

Vor dem Kauf einer Immobilie sollten Sie deshalb zunächst eine Bestandsaufnahme machen. Und das früh genug: Wenn Sie ein paar Monate vor dem geplanten Investment mit dem Rechnen beginnen, bekommen Sie eine Vorstellung davon, wie hoch Sie überhaupt einsteigen können – die Bestandsaufnahme ist Voraussetzung dafür, den möglichen Einkaufswert abschätzen zu können.

Zunächst berechnen Sie Ihr vorhandenes Eigenkapital. Bleiben Sie dabei ehrlich: Rechnen Sie nur Geld ein, das Sie tastsächlich zur Verfügung haben. Alles, was irgendwo anders investiert oder gebunden ist, was geliehen oder verliehen ist, lassen Sie außen vor. Danach schätzen Sie die Höhe des möglichen Darlehens. Auf diesem Wege ermitteln Sie, wie hoch Sie überhaupt investieren können. Es ist ratsam, hier konservativ zu kalkulieren.

Das Darlehen sollte nicht mehr als 80 Prozent des Objektwertes betragen. Denn die Gesamtsumme der Immobilieninvestition resultiert nicht allein aus dem Kaufpreis: Dazu kommen Kaufnebenkosten, für die Sie zehn bis 15 Prozent veranschlagen sollten. Außerdem müssen Sie mit Renovierungsmaßnahmen rechnen. Hier empfiehlt es sich, mit einem Pauschalwert zwischen zehn und 20 Prozent zu kalkulieren.

Überlegen Sie gut

Im Moment bieten sich Ihnen als Investor immer noch gute Bedingungen für Darlehen: Das Zinsniveau ist niedrig, und es ist durchaus möglich, Kredite mit einer zehnjährigen Laufzeit mit einem Zinssatz von unter zwei Prozent abschließen. So können Sie, wenn Ihre Mittel es zulassen, gleich mit einer hohen Tilgung einzusteigen. Sichern Sie sich auch das Recht auf hohe Sondertilgungen. Überprüfen Sie aber, bevor Sie mit der Bank sprechen, Ihr Kreditrating.

Manchmal kommen Finanzierungen nicht zustande, weil im Kreditrating noch ältere versteckte Einträge vorhanden sind. Es handelt sich dabei nicht um seltene Ausnahmefälle: Viele potentielle Immobilienkäufer überprüfen ihr Kreditrating nicht und wissen deshalb nicht, ob Einträge vorhanden sind. Diese kommen dadurch zustande, dass zahlreiche Auskunfteien in Deutschland stetig Daten über unser Zahlungsverhalten sammeln.

Diese Einträge bei der der Schufa oder der Creditreform entscheiden im Zweifel über die Bedingungen eines Kredits oder im schlimmsten Fall sogar über die Ablehnung einer Finanzierung. Sie können davon ausgehen, dass sich die Banken bei anstehenden Finanzierungen genau diese Informationen besorgen.

Erkundigen Sie sich frühzeitig, denn wenn Sie Fehler feststellen können Sie noch in aller Ruhe Kontakt zu der Auskunftei aufnehmen und eine Anpassung Ihrer Akte erwirken.


Betriebskostenabrechnung 2017:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2017“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2017" GRATIS zu sichern! ➜


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Thomas Knedel. Über den Autor

Immobilieninvestor, -manager, Buchautor sowie Initiator und Betreiber des Netzwerkes Immopreneur.de sagt über sich selbst: Immobilien haben mich schon immer fasziniert.

Regelmäßig Informationen über Immobilien erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Thomas Knedel. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt