Kaufchance bei Apple? Das sagt der Chart

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Wir nutzen die Korrektur und legen uns ein Zertifikat auf Apple ins Depot – in der Hoffnung, dass die Trendlinie hält und Apple wieder nach oben dreht. (Foto: NYC Russ / Shutterstock.com)

Ein ruhiger Tag war das heute an der Börse. Relativ wenig Action vor der Faschingswoche. Der Montag wird vermutlich noch harmloser. Dann ist Presidents’ Day in den USA und die Börsen haben dort geschlossen.

Dennoch: Ein wenig kamen die Kurse uns heute entgegen. Teilweise mit heftigen Rückschlägen bei einzelnen Aktien, u.a. Fastly oder Encavis. Insgesamt war aber wenig Bewegung zu sehen. Apple hatte ich mir die letzten Tage schon angeschaut und auf einen Einstieg gelauert. Das ist heute passiert.

Apple im 2-Stunden-Chart

Seit Oktober bastelt die Aktie einen breiten Trendbereich. Die grünen Linien zeigen deutlich, in welcher Zone sich Apple seit Monaten bewegt. Die orange Linie ist noch etwas erweitert nach unten. Nur für den Fall, dass es jetzt ein Überschießen Richtung 132 US-Dollar geben sollte.

Ich habe heute den Kontakt mit der grünen unteren Trendlinie für einen Einstieg in einen Trade genutzt. Für den KO haben ich einen Schein mit etwa 20 US-Dollar Abstand gewählt. Der hat aktuell einen Hebel von circa 6.

Sollte jetzt der Plan aufgehen und Apple wieder Richtung oberen Bereich der Trendlinie laufen, wäre das eine gute Strecke. Aktuell verläuft die obere grüne Linie bei knapp 147 US-Dollar. Das wird natürlich mit jedem Tag mehr. Am Dienstag wird die Aktie dort noch nicht sofort stehen. Das kann einige Tage oder sogar Wochen dauern. Solange die Reise nach oben geht, ist aber alles in Butter.

Fallen die Kurse unter 125 US-Dollar auf Tagesschlusskursbasis, ist der Trade spätestens dann für mich beendet. Ich gebe der Aktie also 9 US-Dollar Luft nach unten. Das Potential nach oben sollte aber mindestens 14 US-Dollar sein. Theoretisch natürlich noch wesentlich mehr, wenn die Aktie einfach wieder bullisch aufdreht, können Sie den Trade auch länger halten.

Wie weit geht die Party an den Börsen noch?

Es gibt immer mehr Stimmen, die den Deckel der Kurse sehen wollen. Irgendwann werden diese Stimmen auch Recht haben. Doch solange wir immer wieder neue Allzeithochs machen, ist noch kein Ende der Fahnenstange erreicht. Ja, wir sind in einer Übertreibung. Ja, vieles erinnert an 1999 und den neuen Markt. Ob uns diesmal auch ein Crash und jahrelanger Bärenmarkt erwartet, werden die Notenbanken entscheiden.

Damals waren sie noch nicht so mächtig und haben die Märkte kontrolliert. Insofern glaube ich nicht an einem extrem starken Rücksetzer. Wenn wir jetzt wirklich in den nächsten Monaten 20 Prozent korrigieren sollten, ist das von einem sehr hohen Niveau. Insofern werden sich die Abschläge auch in Grenzen halten, wenn wir sie mit Kursen von vor einem halben Jahr vergleichen.

Schauen Sie einmal die Aktie von Pinterest an. Sie lief in den letzten Jahren schon sehr gut. Doch alleine seit Jahresbeginn konnte Pinterest noch einmal fast um ein Drittel steigen! Hier sind eine 20 Prozent Korrektur also durchaus zu verkraften, wenn nicht sogar überfällig. Das ist jetzt keine Verkaufsempfehlung für Pinterest, ich bin dort selber investiert. Vielmehr soll es ein Beispiel sein, dass selbst ein 20 prozentiger Abverkauf dem Markt auf diesem Niveau fast nicht wehtun würde.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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