Kaufkurse für GOLD zum Greifen nahe

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Gold und Silber im Chartcheck. Beide Edelmetalle täuschen einen Bodenbildung an. Doch kommt diese wirklich? Weitere Verkäufe sind nicht ausgeschlossen. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Der DAX stand die letzten Tage besonders im Fokus. Zeit dem Gold auch einmal wieder etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Dass wir es eine Zeit lang ignoriert haben, war völlig OK. Das beweist der folgende Chart. Doch langsam wird es auch hier wieder spannend.

Gold vor dem Ausbruch

Aber in welche Richtung? Die starken Verkäufe im Sommer legen nahe, dass Gold jetzt den Boden gebildet haben könnte und bereit ist für einen Anstieg. Der Keil in dem wir uns befinden, läuft immer weiter zusammen. Bald wird Gold diesen enger werdenden Bereich verlassen und ausbrechen.

Die blaue 50-Tagelinie wird dabei schnell eine Unterstützung darstellen können, wenn der Ausbruch nach oben geschieht.

Ab wann ist ein Ausbruch ein Ausbruch?

Nun, zunächst einmal sollten wir die gelbe Linie bei 1.215 US-Dollar nach oben überwinden. Dort liegt das August-Hoch und das wäre ein erste Signal für Stärke. Im Idealfall laufen die Kurse dann von oben noch einmal an diesen Bereich bevor es richtig bergauf geht. Optimisten haben bereits bei 1.215 US-Dollar ihre Kauforder im Markt platziert. Doch ein Fehlausbruch nach oben, kann diese Positionen schnell ins Minus laufen lassen, wenn es danach wieder herunter geht.

Geduld ist auch bei Gold-Käufern die Devise. Nach Süden gehen die Kurse immer schneller. Wer auf einen steigenden Goldpreis setzt, braucht einen langen Atem. Ein erstes Ziel wären dann aber auf jeden Fall das Juli-Hoch und danach die grüne 200-Tagelinie. In Zahlen also etwa 1.265 und derzeit knapp 1.290 US-Dollar. Die SMA-200 fällt aber weiterhin, bis die Kurse deutlich gestiegen sind. Je nachdem, wie lange Gold für einen Anstieg braucht, könnten die 200-Tagelinie und das Juli-Hoch auch im selben Bereich liegen. Bis dahin sind es ab der gelben Linie immerhin 50 US-Dollar. Also durchaus eine interessante Strecke.

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Ob es der Gold-Markt uns aber wirklich so einfach machen wird, müssen wir abwarten. Fakt ist: Gold wird bald aus dem Keil ausbrechen. Sollte es weiter nach unten gehen, ist das Jahrestief hoffentlich ein Widerstand. Denn nehmen wir sogar Kurs Richtung 1.150 US-Dollar und darunter, könnten wir sogar bald dreistellige Kurse im Gold haben!

Wie tief kann Silber noch fallen?

Das günstigere Edelmetall bietet derzeit auch Kaufkurse an. Selten war Silber so billig zu haben. Das eingezeichnete Tief vom 14. Dezember 2015 stellt die grüne Linie unter dem Chart dar. Bis auf 13,65 US-Dollar pro Unze fielen damals die Kurse. Diesen Bereich hat Silber fast schon wieder erreicht. Nur logisch, dass darunter sehr viele Stops liegen werden.

Für die Stillhalter wäre das deshalb ein gefundenes Fressen, wenn sie es schaffen, die Kurse unter diesen Bereich zu drücken. Das würde allerdings auch eine deutliche Beschleunigung auslösen, wenn sämtliche Long-Trades geschlossen würden. Sollten wir also unter die 13,65 US-Dollar fallen, wird es dabei nicht bleiben. Für die Bullen und Silber-Fans wäre ein jetziger Boden dagegen ideal.

Ähnlich wie beim Gold sieht es auch hier nach einer Bodenbildung aus. Doch noch ist diese nicht sicher oder abgeschlossen.

Unterm Strich bieten beide Edelmetalle gute Kaufkurse für Anleger mit langem Atem. Dass Gold und Silber in Zukunft wieder deutlich höher notieren werden, ist so gut wie garantiert. Die Frage ist aber eben leider: wann?


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.