Kaufpanik im DAX – Euro vor Übertreibung?

Von wegen, der DAX fällt unter 12.000 Punkte! – Heute gab es eine kleine Bullen-Party: Der DAX gewinnt knapp 1,5%. Erfahren Sie hier mehr: (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Von wegen, der DAX fällt unter 12.000 Punkte! – Heute gab es eine kleine Bullen-Party: Der DAX gewinnt knapp 1,5%.

Vermutlich wollten einige Marktteilnehmer verhindern, dass es weiter bergab geht.

Die jüngsten Kursverluste waren auch deutlich; schließlich notierten wir vor etwa 1,5 Monaten noch bei knapp unter 13.000 Punkten.

Der Euro ist nicht aufzuhalten

Diese Überschrift könnte auch aus dem Jahr 2000 stammen, in unserem Fall betrifft sie aber den Chart Euro/US-Dollar.

Denn hier zündet der Euro seit Jahresbeginn eine Rakete nach der anderen. Aktuell haben wir die 1,18 geknackt und Gegenwind ist vorerst nicht in Sicht.

Selbst die Indikatoren zeigen, dass wir noch lange nicht im überkauften Bereich sind.

Der folgende Tages-Chart auf Jahressicht zeigt das Spiel mit der 20-Tage-Linie (in Gelb eingezeichnet):

Mit wenig Abstand schlängeln sich die Kurse um diese Durchschnitts-Linie immer weiter nach oben.

chart1

Auch beim aktuellen steilen Anstieg der vergangenen Wochen ziehen die Oszillatoren nicht mit – zwar steigen sie an, aber von Übertreibung ist nichts zu sehen.

Der RSI könnte durchaus für ein kurzes Durchatmen sorgen. Nichtsdestotrotz läuft alles in scheinbar gemäßigten Bahnen ab.

Natürlich bewegen sich derartige Anstiege bei den Indikatoren auf einem hohen Niveau. Sie sehen aber selbst in den vergangenen Wochen und Monaten:

Bei kurzzeitigen Abwärts-Phasen im EUR/USD dreht besonders der Slow Stochastic schnell in die Gegenrichtung um.

Was Ihnen der DAX-Chart derzeit offenbartUm die künftige Tendenz im DAX richtig einschätzen zu können, lohnt sich der Blick auf einen historischen Chart. › mehr lesen

Am unteren Ende seines üblichen Bereichs angekommen, geht es dann auch wieder zackig nach oben.

Insofern wird hier schnell wieder Luft abgelassen. Zu viel Druck kann sich demzufolge nicht anstauen.

Dafür bedarf es schon einer entscheidenden geldpolitischen Nachrichten-Meldung.

Momentan scheinen aber EZB und FED ihren Kurs beizubehalten und geben keine überraschenden Änderungen im Fahrplan bekannt.

Optionen auf EUR/USD

Als Optionen-Trader brauchen Sie vor nichts haltzumachen. Sie können nahezu auf alles spekulieren, was ein Investment lohnt.

Genauso sind auch Kontrakte auf Währungen möglich und gar nicht selten.

Auf eines müssen Sie sich dabei aber gefasst machen: Währungen haben eine gewaltige Volatilität.

Das bedeutet für Sie: Die Kurse können innerhalb weniger Tage – oder manchmal sogar Stunden – extrem schwanken.

Und das schlägt sich auch wieder im Wert ihrer Kontrakte nieder. Das ist jetzt gar nicht dramatisch, wenn Sie sowieso langfristig investieren, also auf mehrere Monate.

Wichtiger ist es entsprechend viel Puffer im Depot zu haben, damit die Margin auch deutliche Schwankungen aushält und sie den Trade nicht  vorzeitig beendet müssen.

Dabei bleibt meist viel Geld auf der Strecke.

Kalkulieren Sie also nicht zu knapp und gehen Sie lieber auf Nummer sicher! Kaufen Sie weniger Kontrakte als üblich, wenn Sie mit Währungen spielen!


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.