Kein Frühling für die Solarbranche

Solarparks galten vor einigen Jahren als die Zukunft der Energieversorgung. Seitdem hat sich in der deutschen Solarindustrie einiges getan. Viele Hersteller sind vom Markt verschwunden.

Die Solartechnik aber hat sich weiter entwickelt. Solarkraftwerke sind inzwischen Teil des Energiemix und haben ihre Marktnische gefunden. Die COLEXON Energy AG und 7C Solarparken NV haben sich zusammengeschlossen und treten zukünftig nur noch als Bestandshalter von Photovoltaikanlagen auf.

Beide Unternehmen verfügen über ausgewiesene Kompetenz durch mehr als 1.700 erfolgreich realisierte Solarprojekte.

Neue Zeitrechnung für das Unternehmen

Mit dem Zusammenschluss der COLEXON Energy AG und der 7C Solarparken NV hat eine neue Zeitrechnung für das Unternehmen begonnen. Der neue Vorstand hat die operativen Strukturen radikal geändert.

Die neue COLEXON ist jetzt ein Bestandshalter von Photovoltaikanlagen mit primärem Fokus auf Deutschland. Es gibt zwar gute Argumente, dass COLEXON auch in Anlagen außerhalb von Deutschland investiert und damit eine Internationalisierung anstrebt.

Aber nach wie vor sind Photovoltaikanlagen dezentrale Kraftwerke, und es ist für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung, einen direkten Kontakt zu den lokalen Partnern aufzubauen und zu pflegen.

Noch nicht alle Anlagen haben Potenzial ausgeschöpft

Hierzulande ist der Bestandsschutz der Anlagen außerdem im neuen EEG verankert. Im 3. Quartal wurden folgende Ziele erfolgreich abgeschlossen: die Einführung einer neuen Organisationsstruktur, Fertigstellung des Umzuges der 3 MWp Dachanlage Astenhof und die Veröffentlichung des Unternehmensplanes für die Jahre 2015 bis 2016.

Abgesehen von den langfristigen Wachstumszielen ist es zunächst wichtiger, einen stärkeren Cashflow aus dem bestehenden Portfolio zu generieren, da noch nicht alle Anlagen ihr volles Potential ausgeschöpft haben.

Ein werterhöhender Ausbau des Portfolios soll weiterverfolgt werden. Die „neue“ COLEXON hat auch einen neuen Namen erhalten und heißt jetzt 7C Solarparken AG.

Unternehmen im Umbruch – Finger weg!

Hauptziel ist eine Steigerung des Cashflows je Aktie um 20% jährlich auf mindestens 40 Cent je Aktie bis zum Jahr 2016. Doch bis dahin ist es für das Unternehmen noch ein weiter Weg. Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten erwarten wir eine weit unterdurchschnittliche Entwicklung.

Das liegt vor allem daran, dass das Interesse der Anleger am Unternehmen gering ist. Hauptursache dafür ist unter anderem der Umbruch des Unternehmens. Erst kürzlich trennte man sich von einer Beteiligung in Italien.

Auch dort ändern sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu Ungunsten von Betreibern von Solarparks. So viel Ungewissheit kommt am Markt nicht gut an. Die Aktie ist daher vorerst kein Kauf.

 

12. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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