Ken Fisher: Die drei größten Investments der Anlegerlegende

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So stellt der Top-Investor Ken Fisher sein 85 Milliarden Dollar schweres Portfolio auf. Auf dem Treppchen stehen etablierte US-Großkonzerne (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Heute möchte ich für Sie auf die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Investors Kenneth (Ken) Fisher eingehen.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Aktien mit gutem Chance-Risiko-Verhältnis sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Top-Investoren wie Ken Fisher lohnen.

Der 1950 geborene Kenneth Lawrence Fisher ist als Investor extrem erfolgreich. Bekannt ist er als Sohn des legendären Investors Philip A. Fisher, der ein riesiges Vermögen angehäuft und sogar Warren Buffet beeinfluss hat, allemal. Dabei hat er zunächst mit einem Forstwirtschaftsstudium eine komplett andere Laufbahn eingeschlagen. Nach einem kurzen Intermezzo in der Investmentfirma seines Vaters gründete er seine eigene Firma mit dem bescheidenen Startkapital von 250 Dollar. Heute verwaltet der Starmanager über 85 Milliarden Dollar.

Dabei ist Fisher kein reiner Value Investor. Er sucht bei seinen Investments vielmehr qualitativ hochwertige Geschäftsmodelle und geht bei der Auswahl nicht nur bewertungsgetrieben vor.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Ken Fisher:

Visa

Größte Position ist die Visa-Aktie mit einer Gewichtung von 3,52%. Fisher handelte erstmals in der Position vor über neun Jahren, trennte sich aber zwischenzeitlich wieder von der Aktie. Seit dem ersten Quartal 2012 ist er permanent in Visa-Aktien investiert und hat die Position sukzessive ausgebaut. Inzwischen hält er 19,15 Millionen Aktien im Gegenwert von knapp 3 Milliarden Dollar. Über seine Gesamtposition liegt der Fondsmanager mittlerweile 177% in der Gewinnzone.

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Visa ist neben Mastercard und American Express eine der großen Firmen für Zahlungskarten (Kreditkarten, Debitkarten und Guthabenkarten) und meldete zuletzt einen beeindruckenden Gewinnsprung im letzten Quartal. Im Geschäftsquartal bis Ende März kletterte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um 14% auf 3,0 Milliarden Dollar. Die Erlöse wuchsen dank eines deutlich höheren Transaktionsvolumens um acht Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar. Damit konnte der Rivale von Mastercard und American Express die Prognosen der Experten übertreffen.

Amazon

Zweitgrößte Position ist die Amazon-Aktie mit einer Gewichtung von 3,49%. Ken Fisher hat die Position im vergangenen Quartal nochmals leicht um 2,94% aufgestockt und hält inzwischen 1,66 Millionen Aktien des Online-Giganten. Das entspricht 0,34% aller ausstehenden Firmenanteile von Amazon.

In das neue Geschäftsjahr ist Amazon mit einem Rekordgewinn gestartet. Im ersten Quartal wuchs der Überschuss im Jahresvergleich um überraschend starke 125% auf 3,6 Milliarden Dollar, teilte der Konzern mit. Soviel verdiente der weltgrößte Onlinehändler noch nie pro Quartal. Amazon profitierte vom florierenden Internethandel und boomenden Cloud-Diensten. Die Umsätze kletterten um 17% auf 59,7 Milliarden Dollar. Das ist zwar ein deutliches Plus und im Rahmen der Markterwartungen, dennoch lieferte Amazon damit das vierte Quartal mit teils deutlich abflauendem Umsatzwachstum in Folge. Den Großteil seiner Einnahmen erzielt der Konzern weiter mit dem Internethandel im Heimatmarkt Nordamerika.

Apple

Drittgrößte Aktienposition ist die Apple-Aktie mit einer Gewichtung von rund 2,94%. Insgesamt hat der Fondsmanager gut 2,5 Milliarden Dollar in den Technologieriesen investiert. Auch bei Apple ist Fisher schon länger investiert. Seit dem dritten Quartal 2013 hat er seine Bestände allerdings deutlich ausgebaut. Unter dem Strich sitzt Fisher auf einem Buchgewinn von knapp 93%.

Zuletzt kämpfte der Smartphone-Gigant mit einer schwächelnden Nachfrage nach seinem wichtigsten Produkt, dem iPhone. Vor allem in China tat sich der Konzern zunehmend schwer. Im Weihnachtsquartal traf Apple mit Erlösen von 84,3 Milliarden Dollar ziemlich genau die Anfang Januar gesenkte Schätzung. Das bedeutete im Jahresvergleich einen Rückgang von 5%. Der Gewinn hielt sich aber trotz des deutlichen Umsatzrückgangs fast auf Vorjahresniveau mit knapp 19,97 Milliarden Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.