Ken Fisher: Die drei größten Investments der Anlegerlegende

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Top-Manager Ken Fisher: So steuert die Investmentlegende sein 90 Milliarden Dollar schweres Portfolio - Zahlungsdienstleister Visa weiter in der Pole Position. (Foto: pixinoo / Shutterstock.com)

Heute möchte ich für Sie auf die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Investors Kenneth (Ken) Fisher eingehen.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Aktien mit gutem Chance-Risiko-Verhältnis sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Top-Investoren wie Ken Fisher lohnen.

Der 1950 geborene Kenneth Lawrence Fisher ist als Investor extrem erfolgreich. Bekannt ist er als Sohn des legendären Investors Philip A. Fisher, der ein riesiges Vermögen angehäuft und sogar Warren Buffet beeinfluss hat, allemal. Dabei hat er zunächst mit einem Forstwirtschaftsstudium eine komplett andere Laufbahn eingeschlagen. Nach einem kurzen Intermezzo in der Investmentfirma seines Vaters gründete er seine eigene Firma mit dem bescheidenen Startkapital von 250 Dollar. Heute verwaltet der Starmanager über 90 Milliarden Dollar.

Dabei ist Fisher kein reiner Value Investor. Er sucht bei seinen Investments vielmehr qualitativ hochwertige Geschäftsmodelle und geht bei der Auswahl nicht nur bewertungsgetrieben vor.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Ken Fisher:

Visa

Größte Position ist die Visa-Aktie mit einer Gewichtung von 3,8%. Fisher handelte erstmals in der Position vor über neun Jahren, trennte sich aber zwischenzeitlich wieder von der Aktie. Seit dem ersten Quartal 2012 ist er permanent in Visa-Aktien investiert und hat die Position sukzessive ausgebaut. Inzwischen hält er 20,2 Millionen Aktien im Gegenwert von knapp 3,5 Milliarden Dollar. Über seine Gesamtposition liegt der Fondsmanager mittlerweile 178% in der Gewinnzone.

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Dank der hohen Ausgabenfreude seiner Kreditkartenkunden konnte Visa den Quartalsgewinn zuletzt weiter. In den drei Monaten bis Ende September legte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 6% auf 3,0 Milliarden Dollar zu. Dank eines starken Anstiegs der abgewickelten Zahlungen kletterten die Erlöse um 13% auf 6,1 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Apple

Zweitgrößte Aktienposition ist die Apple-Aktie mit einer Gewichtung von rund 3,46%. Insgesamt hat der Fondsmanager gut 3,14 Milliarden Dollar in den Technologieriesen investiert. Auch bei Apple ist Fisher schon länger investiert. Im ersten Quartal 2009 kaufte er seine ersten Aktien. Seit dem dritten Quartal 2017 hat er seinen Bestand aber nochmals deutlich ausgebaut. Unter dem Strich sitzt Fisher auf einem Buchgewinn von knapp 112%.

Mit den Quartalszahlen, die der Technologiegigant vergangenen Donnerstag vorlegte, konnte Apple seine Anleger begeistern. Der Wandel vom Smartphone- zum Zubehör- und Dienste-Konzern ist bei Apple im vollen Gange. Im vergangenen Vierteljahr schrumpfte das iPhone-Geschäft um gut 9% auf 33,4 Milliarden Dollar. Allerdings konnten die Zuwächse bei Online-Diensten und tragbaren Geräten wie Airpods und Apple Watch das mehr als ausgleichen. Beim Gesamtumsatz legte der Konzern im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2% auf 64 Milliarden US-Dollar zu. Der Betriebsgewinn ist hingegen um eine halbe Milliarde auf 15,6 Milliarden Dollar gesunken. Beim Nettogewinn gab es einen Rückgang von 14,1 auf 13,7 Milliarden Dollar.

Amazon

Drittgrößte Position ist die Amazon-Aktie mit einer Gewichtung von 3,36%. Ken Fisher hat die Position im vergangenen Quartal nochmals leicht um 2,3% aufgestockt und hält inzwischen 1,76 Millionen Aktien des Online-Giganten. Das entspricht 0,36% aller ausstehenden Firmenanteile von Amazon.

Amazon hat im dritten Quartal trotz boomender Einkäufe im Internet und florierender Cloud-Dienste erheblich weniger verdient. Hohe Ausgaben ließen den Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp 28% auf 2,1 Milliarden Dollar sinken. Damit blieb das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen der Wall Street. Dabei konnte Amazon die Prognosen beim Umsatz übertreffen. Hier gab es einen Anstieg um 24% auf 70 Milliarden Dollar.

Amazon bekommt immer stärkere Konkurrenz – etwa durch den US-Shopping-Riesen Walmart, der sein Online-Geschäft kräftig ausbaut. Das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet brummt derweil zwar weiter, das Wachstum flaut aber zunehmend ab. Für das Schlussquartal stellte Amazon Erlöse zwischen 80 Milliarden und 86,5 Milliarden Dollar in Aussicht.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.