Ken Fisher: Die drei größten Investments der Anlegerlegende

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Die 3 Top-Position von Ken Fisher: Spitzeninvestor hält Apple, Amazon und Microsoft die Treue und fährt satte Renditen ein (Foto: pio3 / shutterstock.com)

Heute möchte ich für Sie auf die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Investors Kenneth (Ken) Fisher eingehen.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Aktien mit gutem Chance-Risiko-Verhältnis sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Top-Investoren wie Ken Fisher lohnen.

Der 1950 geborene Kenneth Lawrence Fisher ist als Investor extrem erfolgreich. Bekannt ist er als Sohn des legendären Investors Philip A. Fisher, der ein riesiges Vermögen angehäuft und sogar Warren Buffet beeinfluss hat, allemal. Dabei hat er zunächst mit einem Forstwirtschaftsstudium eine komplett andere Laufbahn eingeschlagen. Nach einem kurzen Intermezzo in der Investmentfirma seines Vaters gründete er seine eigene Firma mit dem bescheidenen Startkapital von 250 Dollar. Heute verwaltet der Starmanager knapp 80 Milliarden Dollar.

Dabei ist Fisher kein reiner Value Investor. Er sucht bei seinen Investments vielmehr qualitativ hochwertige Geschäftsmodelle und geht bei der Auswahl nicht nur bewertungsgetrieben vor.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Ken Fisher:

Apple

Größte Aktienposition ist die Apple-Aktie mit einer Gewichtung von rund 5,1%. Insgesamt hat der Fondsmanager gut 5,2 Milliarden Dollar in den Technologieriesen investiert. Bei Apple ist Fisher schon länger investiert. Im ersten Quartal 2009 kaufte er seine ersten Aktien. Seit dem dritten Quartal 2017 hat er seinen Bestand aber nochmals deutlich ausgebaut. Unter dem Strich sitzt Fisher auf einem Buchgewinn von gut 270%.

Trotz geschlossener Apple-Stores konnte Apple mitten in der Corona-Krise ein historisch starkes Quartal verzeichnen. Der Umsatz von Apple kletterte im dritten Quartal (bis 27. Juni) um 11% auf 59,69 Milliarden Dollar. Das war deutlich mehr als die Analysten mit 52,25 Milliarden Dollar erwartet hatten. Ebenfalls deutlich über den Experten-Schätzungen von 2,04 Dollar lag der Gewinn je Aktie mit 2,58 Dollar. Besonders überraschend war, dass es nicht die Services-Umsätze im Apple-Store oder anderen Digital-Services von Apple waren, die für deutlich mehr Umsatz als erwartet sorgten – sondern die iPhone-Umsätze. Diese fielen mit 26,42 Milliarden Dollar wesentlich höher aus als von Analysten mit 22,37 Milliarden Dollar erwartet. Unterdessen zogen die Services-Umsätze um knapp 15% gegenüber dem Vorjahresquartal an.

Amazon

Zweitgrößte Position ist nach einer sensationellen Performance (+70% seit Jahresbeginn) die Amazon-Aktie mit einer Gewichtung von 4,4%. Fisher baute bereits im ersten Quartal 2011 eine Position in dem Online-Konzern auf. Nach zwischenzeitlichen Verkäufen und Käufen sitzt der Hedgefondsmanager auf Kursgewinnen von rund 500%.

Während der Corona-Pandemie konnte der Onlinehändler seine Stärken ausspielen. Insgesamt setzte Amazon im zweiten Quartal 2020, das Ende Juni zu Ende ging, stolze 88,91 Milliarden Dollar um. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn hat sich im Jahresvergleich sogar fast verdoppelt – es ist der höchste Quartalsgewinn in der Geschichte des Unternehmens. Mehr als 5,24 Milliarden Dollar konnte der Konzern in den letzten drei Monaten erwirtschaften. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2019 waren es noch rund 2,62 Milliarden Dollar.

Microsoft

Drittgrößte Position ist die Microsoft-Aktie mit einer Gewichtung von 4,35%. Inzwischen hält Fisher Aktien im Gegenwert von 4,44 Milliarden Dollar. Seine ersten Aktien des Software-Riesen kaufte der Manager bereits im Jahr 2009. Insgesamt sitzt Fisher inzwischen auf Buchgewinnen von annähernd 315%.

Trotz seiner Firmengröße konnte der Konzern zuletzt mit beeindruckenden Wachstumsraten glänzen. Der Softwarekonzern Microsoft steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um 13% auf gut 38 Milliarden Dollar – am Markt waren eher um die 36,5 Milliarden Dollar erwartet worden. Microsoft richtete sich in den vergangenen Jahren konsequent auf das Cloud-Geschäft aus, das zum Wachstumstreiber wurde. In der Coronakrise bekam aber auch der lange schwächelnde PC-Markt wieder Rückenwind durch Notebook-Käufe für Heimarbeit. Die Microsoft-Sparte, in der das Geschäft mit dem Windows-Betriebssystem, den hauseigenen Surface-Computern und der Spielkonsole Xbox gebündelt ist, steigerte den Umsatz um 14% auf 12,9 Milliarden Dollar. Auf Konzernebene blieb ein Gewinn von 11,2 Milliarden Dollar hängen.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.