KION-Aktie: Spezialist für Lagerlogistik profitiert vom E-Commerce-Boom

Den meisten von Ihnen ist KION wahrscheinlich „nur“ als ein Hersteller von Gabelstaplern bekannt.

Die Firma wurde 2006 von Finanz-Investoren aus dem Linde-Konzern herausgelöst und hat 3 Jahre später auch den Sprung aufs Parkett gewagt.

Dass sie zudem auch einer der Profiteure des Megatrends Industrie 4.0 ist, wissen jedoch wahrscheinlich nur die Wenigsten.

Nummer Eins in Europa

KION ist weltweiter Anbieter (>100 Standorte) von Flurförderzeugen, Lager- und Materialfluss-Technik mit dem Fokus auf Europa (2015: 82% des Umsatzes).

Die Marktstellung ist beeindruckend: In Europa, China und Brasilien ist KION Marktführer – weltweit die Nr. 2 hinter Toyota.

Die Umsätze teilen sich in folgende Teile auf:

  • Mit dem klassischen Neugeschäft erzielt der Düsseldorfer Konzern rund 55% vom Umsatz.
  • Weitere bedeutende Erlösbringer sind das Dienstleistungs-Geschäft (Reparatur/Service) mit 26% Umsatz-Anteil
  • sowie das Geschäft mit Mietgeräten (10%)
  • und Gebrauchtgeräten (5%).

Dematic-Übernahme ein Quantensprung

Aber damit nicht genug: Denn wie gesagt ist KION nicht nur einer der bedeutendsten Gabelstapler-Konzerne.

Mit der Übernahme von Dematic, einem Spezialisten für Automatisierung und Lieferketten-Optimierung, ist KION 2016 auch im Bereich der intelligenten Intralogistik-Lösungen zur Weltspitze aufgerückt.

Das Produkt-Portfolio reicht jetzt von handbedienten Gabelstaplern bis zu kompletten vollausgestatteten Lagerhäusern.

Automatisierung der Lagerkette rückt in den Fokus

Der Trend ist ungebrochen; immer mehr internationaler Handel wird über das Internet abgewickelt.

Die Kunden sind anspruchsvoller geworden und wollen die bestellte Ware immer schneller geliefert bekommen – hier kommt KION ins Spiel:

Mit Lösungen für eine optimierte Intralogistik, also die Optimierung von Material- und Warenflüssen innerhalb eines Betriebsgeländes, können die Düsseldorfer beim Kunden punkten.

Die Kunden stehen unter Druck:

Da der Trend zu schlanken Prozessen geht und die Firmen unter Kosten- und Zeitdruck stehen, müssen diese intelligente und effiziente Fördertechnik-Lösungen einsetzen.

Als Komplett-Anbieter wird KION all diesen Anforderungen gerecht:

Das Unternehmen kann sowohl mit einem bereits vorhandenen Portfolio aus Premium-Produkten als auch mit Lösungen aufwarten, die gemeinsam mit Dematic entwickelt wurden.

Wachstums-Trend setzt sich fort

Auch im abgelaufenen 3. Quartal zeigte KION eine robuste Geschäfts-Entwicklung:

Der Umsatz kletterte auf 1,28 Mrd. € (+3,8% zum Vorjahr), während das operative Ergebnis (EBIT) einen Anstieg auf 126,8 Mio. € (+4,6% zum Vorjahr) erzielte.

Auch für den weiteren Jahresverlauf sieht es gut aus:

Der Auftrags-Bestand erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2015 um 20,4% auf 1,04 Mrd. €. Besonders im weltgrößten Einzelmarkt China wurden 15,7% mehr Fahrzeuge geordert.

KION will bis 2020 zum Weltmarktführer Toyota aufschließen

Auch für die Zukunft hat KION hohe Ziele: Bis 2020 will der Konzern nichts weniger als zum Weltmarktführer Toyota aufzuschließen.

Zugleich peilt der Konzern eine dauerhafte Vorsteuermarge von 12% an. Für Sie zum Vergleich: Im zurückliegenden Geschäftsjahr lag die EBIT-Marge bei 9,5%.

Die Analysten zeigen sich ebenso optimistisch: Nach einem Gewinn je Aktie von 2,67 € für 2016 erwarten sie einen Anstieg auf 3,21 € in 2017 und 3,82 € in 2018.

Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 62 € rund 10% über dem aktuellen Kursniveau.

28. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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