Kion: Gabelstapler-Hersteller mit starken Zahlen

Der mittelständische Gabelstapler-Hersteller Kion präsentierte heute starke Zahlen für das 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2016.

Das 2006 als Tochter-Unternehmen der Linde AG gegründete Unternehmen wurde zwischenzeitlich an US-amerikanische Investoren verkauft und ist heute im MDax notiert.

Kion profitierte im zurückliegenden Quartal v. a. von guten Geschäften in Europa. Die Kion-Aktie legte in Folge der guten Zahlen heute bereits im frühen Handel um über 4% zu.

Die Vorab-Zahlen von Kion im Detail

Kion steigerte den Umsatz im 2. Quartal 2016 um 7% auf 1,34 Mrd. €. Der um Sonder-Effekte bereinigte operative Gewinn (EBIT) legte im Vergleich zum Vorjahr um rund 20% auf 141 Mio. € zu.

Dementsprechend verbesserte sich auch die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) deutlich. Der Netto-Gewinn stieg genauso wie der bereinigte operative Gewinn um 20% auf 64 Mio. €.

Auch der Auftrags-Eingang entwickelte sich erfreulich: Bei Kion wurden im 2. Quartal 45.600 Fahrzeuge bestellt. Das bedeutet ein Plus von fast 4% gegenüber dem Vorjahr.

Kion profitierte v. a. vom starken Wachstums-Trend bei Elektro-Staplern und Lagertechnik-Geräten wie beispielsweise Hubwagen, die umgangssprachlich auch als Ameisen bezeichnet werden.

Während das Geschäft in China rückläufig war und die weltweite Nachfrage nach Gabelstaplern im 2. Quartal 2016 unterm Strich stagnierte, legte der Auftrags-Eingang in Westeuropa sogar im niedrigen 2-stelligen Bereich zu.

Im 2. Quartal habe die Nachfrage nach Gabelstaplern weltweit stagniert, erklärte Kion, wobei das Geschäft in Westeuropa im niedrigen 2-stelligen Bereich zugelegt habe.

Rückläufig sei das Geschäft der Branche im chinesischen Markt gewesen. Kion kann aber trotz der Branchen-Stagnation weiter zulegen: In Euro gerechnet legte der Auftrags-Eingang bei Kion um starke 8% auf 1,43 Mrd. € zu.

Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

Nach den starken Quartals-Zahlen hält Kion an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest.

Demnach rechnet Kion nach dem Rekord-Ergebnis in 2015 im laufenden Jahr erneut mit neuen Bestwerten, wegen des intensiven Wettbewerbs jedoch mit einem etwas langsameren Wachstums-Tempo.

Der Umsatz soll im besten Fall um rund 5% auf 5,2 bis 5,35 Mrd. € steigen, nachdem er 2015 um 9% angezogen hatte. Die operative Gewinn-Marge (EBIT-Marge) soll dabei über dem Vorjahreswert von 9,5% liegen.

Kion-Chef Gordon Riske äußerte sich wie folgt zum Abschneiden im 2. Quartal: „Die deutliche Steigerung unserer Marge im 2. Quartal ist ein klares Signal, dass wir bei der Verbesserung unserer Profitabilität weiter vorankommen.“

Zudem soll mit dem Mitte Juni angekündigten rund 3 Mrd. € teuren Zukauf des Logistik-Spezialisten Dematic das Geschäft mit Komplett-Lösungen rund um Logistik-Fragen vorangetrieben werden.

Von Oktober 2014 bis heute legte die Kion-Aktie bereits um über 90% zu. Ganz so viel werden die nächsten 2 Jahre sicher nicht bringen. Dennoch bietet Ihnen die Kion-Aktie aus meiner Sicht für die Zukunft weiteres Kurspotenzial.

18. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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