Fielmann: Klare Sicht auf satte Renditen

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Es gibt sie noch, die deutschen Wachstums-Stories. Eine davon beschreibt die Optiker-Kette Fielmann. Volker Gelfarth hat alle Details für Sie: (Foto: Victoria Shapiro / Shutterstock.com)

Die allermeisten von uns kommen um eine Brille früher oder später nicht herum, doch gute Qualität ist teuer.

Wie gut, dass es seit einigen Jahren große Ketten gibt, die Preisvorteile an Kunden weitergeben und so Schritt für Schritt Marktanteile gewinnen.

Oftmals werden Optiker-Dienstleistungen sogar nach Asien ausgelagert, um Kosten-Vorteile zu schaffen.

Fielmann – Einer der beliebtesten Optiker

Eine der beliebtesten Optiker-Ketten ist Fielmann.

Der Konzern hat sich seit der Gründung des 1. Augenoptiker-Fachgeschäftes im Jahr 1972 und mit „Brillenmode zum Nulltarif“ (auf Rezept) zum europäischen Marktführer entwickelt.

Zum Kerngeschäft gehören der Handel und die Herstellung von Sehhilfen aller Art und anderer optischer Produkte.

Insbesondere handelt es sich dabei um Brillenfassungen und -gläser, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Zubehör und Accessoires.

Fielmann wächst und wächst

Fielmann hat 2016 mit einer kleinen Gewinn_Steigerung überrascht. Aufgrund der Investitionen in neue Geschäfte hatten wir mit einem Gewinn-Rückgang gerechnet.

Im 4. Quartal hat die Optiker-Kette dann doch noch einen ordentlichen Endspurt hingelegt.

Nach 9 Monaten wurde noch ein Ergebnis-Rückgang von 4% gemeldet. So stieg der Gewinn von 170,5 auf 171,2 Mio. €.

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Diese Zunahme ist deshalb unerwartet, weil die Kette noch im November die Expansion in Europa für den damaligen Gewinn-Rückgang verantwortlich gemacht hatte.

Obwohl es bereits an jeder Ecke einen Laden gibt, wächst Fielmann weiter:

Inzwischen gibt es 704 Filialen nach 695 im Vorjahr. 8 Mio. Brillen gingen 2016 über den Ladentisch und sorgten für einen Umsatz von 1,34 Mrd. €.

Dass der Gewinn nicht so stark gestiegen ist wie der Umsatz, liegt an der Expansion, die viel Geld kostet. So werden bereits bestehende Filialen in bessere Lagen verlegt.

Aber auch die internationale Aufstellung wird verbreitert: Ende März wurden in Italien die neuen Filialen in Vicenza und Verona eröffnet, weitere sollen folgen.

Besser noch abwarten

Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht:

Die demografische Entwicklung der Bevölkerung sowie der verstärkte Einsatz von Computern und Smartphones lassen den Zustrom an Kundschaft nicht versiegen.

Fielmann lässt seine Aktionäre zudem am Erfolg teilhaben: Für 2016 wurde eine Dividende von 1,80 € pro Aktie gezahlt. Das war die 13. Dividenden-Erhöhung in Folge.

Nach einem starken Jahresauftakt sind wir zuversichtlich, dass Fielmann seine Marktposition ausbaut und rechnen mit weiteren guten Monaten beim Unternehmen.

Negativ wiegt nur die ambitionierte Bewertung. Hier sollten Sie sich als Anleger Gedanken machen, ob sich die Aktie auf dem aktuellen Niveau noch rechnet.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.