Hugo Boss: Kleider machen Leute – Aktien machen reich

Die Kombination aus Wachstum und satter Dividende hat schon manch einen Anleger reich gemacht. Wir stellen eine solide deutsche Firma vor: (Foto: Arcansel / shutterstock.com)

Wenn es um anspruchsvolle Business-Mode geht, ist Hugo Boss seit Jahren ein fester Begriff.

Doch wie das mit der Mode so ist, ist sie Trends unterworfen; was heute noch angesagt ist, kann schon morgen total unattraktiv wirken.

Damit Boss seine Kunden auch in Zukunft noch überzeugen kann, arbeitet das Unternehmen mit einigen Prominenten zusammen.

Beispielsweise sind die Klitschkos immer wieder mit dem Logo von Boss aufgetreten.

Wie es um die Aktie steht, lesen Sie in unserer Analyse. Wir haben den Konzern haarklein für Sie unter die Lupe genommen:

Ein Kurzporträt von Hugo Boss

Hugo Boss gehört zu den Weltmarktführern im Premium- und Luxus-Segment für Damen- und Herren-Bekleidung mit den folgenden Kernmarken:

  • BOSS (gehobene Business-, Freizeit- und Sportbekleidung),
  • HUGO (die ca. 30% günstigere BOSS-Marke),
  • BOSS Selection (die Luxus-Marke mit klassisch-moderner Konfektion, eleganter Abend- und lässiger Freizeitmode, Schuhen, Leder-Accessoires und lizenzierten Düften, Brillen, Uhren und Kinder-Bekleidung).

Boss fasst im Einstiegspreis-Segment Fuß

Hugo Boss präsentierte überzeugende Zahlen für das 1. Halbjahr: Während der Umsatz um 2% auf 1,3 Mrd. € stieg, verdoppelte sich das operative Ergebnis auf 145,1 Mio. €.

Verantwortlich für den deutlichen Ergebnis-Anstieg sind negative Sonder-Aufwände in Höhe von 64,6 Mio. €, die v. a. durch die Umstrukturierung im vergangenen Jahr angefallen sind.

Das Finanz-Ergebnis fiel zwar um 6 Mio. € schlechter aus, unterm Strich legte der Gewinn dennoch um 113,3% auf 105,6 Mio. € zu.

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Der 2016 zum Vorstands-Vorsitzenden gewählte Konzernchef Mark Langer konnte bis jetzt halten, was er versprochen hat.

Im Vorjahr wurde das gesamte Marken- und Produkt-Portfolio umgekrempelt. Das Sortiment wurde auf 2 Marken zusammengetrimmt: Hugo und Boss.

Durch die Einführung der Marke Hugo fasste das Unternehmen erstmals Fuß im günstigeren Einstiegspreis-Segment.

Durch die Umstrukturierung fielen hohe Sonderbelastungen an, die zum großen Teil für die massiven Gewinn-Steigerungen des laufenden Jahres verantwortlich sind.

Besonders in Asien findet die neue Strategie mit einem Umsatz-Wachstum von 5% Anklang.

Die Einführung der Marke Hugo läuft mit einem 2-stelligen Umsatz-Wachstum ebenfalls besser als erwartet, macht jedoch nur etwa 15% des Gesamt-Umsatzes aus.

Die Flächen-Produktivität konnte leicht auf 11.000 € pro qm gesteigert werden.

Die Dividende überzeugt

Die Umsatz- und Ergebnis-Entwicklung soll durch ein umfassendes Maßnahmen-Programm weiter angefacht werden:

Vorrangig soll die Kunden-Frequenz gesteigert, das E-Commerce ausgebaut und das Angebot der Marke Hugo erweitert werden.

Die Aktie ist zwar kein Überflieger, aber gerade angesichts der Dividendenrendite von 3,6% interessant!


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.