Klimaschutz: Das Thema des Jahrzehnts

Solarzelle-Sonnenblme-Windkraftwerk-Sonne

Klimapolitik und damit verbunden Energie- und Verkehrswende werden entscheidende Themen sein im neuen Jahrzehnt. (Foto: V. Franz Metelec – Fotolia.com)

Angela Merkel hat es in ihrer Neujahrsansprache noch einmal deutlich gemacht: Das neue Jahrzehnt steht ganz im Zeichen der Klimapolitik.

Seit Jahrzehnten wird auf politischer Ebene darüber diskutiert, was getan werden kann und getan werden muss, um Klimaschutzziele verbindlich zu gestalten und auch tatsächlich zu erreichen. Es braucht Ausgleichsmechanismen zwischen Industrieländern, die anderthalb Jahrhunderte lang die Luft verpestet haben, ehe ein Umdenken einsetzte und Entwicklungsländern, die ihren wirtschaftlichen Aufschwung gefährdet sehen durch allzu restriktive Klimaschutzauflagen.

Globale Herausforderung

Ohnehin kann der Klimaschutz nur dann gelingen, wenn er als das begriffen wird, was er ist: eine globale Aufgabe, an deren Lösung sich Staaten aller Kontinente beteiligen müssen. Mit seltener Einhelligkeit bestätigen Wissenschaftler und Klimaforscher, dass der auch durch den Menschen verursachte Klimawandel längst begonnen hat – und sich wohl schneller und dramatischer gestaltet als zunächst angenommen.

All das klingt wie aus einem jener apokalyptischen Hollywoodfilme, doch wenn man die Meldungen über die verheerenden Busch- und Waldbrände in Australien oder die Flutkatastrophen in anderen Regionen der Welt mit dramatischer Musik unterlegen würde – man wäre mittendrin in einem dieser Kinostreifen.

2020er: Entscheidende Weichenstellungen

Die 2020er werden aller Voraussicht nach die Dekade sein, in der die Weichen gestellt werden, die darüber entscheiden, wie folgenschwer der Klimawandel letztendlich ausfallen wird. Viele kleinere Staaten haben längst mit der Umsetzung nationaler Programme zur Reduzierung von Treibhausgasen begonnen, doch um Einfluss auf das große Ganze zu nehmen wird es von zentraler Bedeutung sein, auch die großen Player mit ins Boot zu holen – China, Russland, Brasilien oder die USA.

Gelingt der nachhaltige Umbruch, werden zahlreiche Branchen davon profitieren. Hierzulande beispielsweise wären Firmen gefragt, die bei der Gestaltung und Umsetzung von Energie- und Verkehrswende mitwirken. Die Gewinnung, Speicherung und Nutzung von Wasser- und Windkraft sowie Solarenergie wird ebenso an Bedeutung gewinnen wie alternative Antriebskonzepte im Automobilbau.

Vorreiter Luxemburg?

Auch private Fernbus- oder Bahnunternehmen dürften profitieren, wenn mehr Kunden auf entsprechende Mobilitätsangebote umsteigen anstatt Auto oder Flugzeug zu nutzen. Bevor es aber so weit ist, braucht es entsprechende Anreizsysteme.

Erste Versuche in dieser Richtung hat die Bundesregierung zum Jahreswechsel auf den Weg gebracht: Fliegen soll teurer werden, Bahnfahren günstiger. Im benachbarten Luxemburg geht man bereits einen Schritt weiter und bietet den gesamten öffentlichen Personennahverkehr neuerdings kostenlos an.

Es braucht Ideen und Modelle, die Schule machen – auch und gerade, wenn damit eine Abkehr von bisherigen Gewohnheiten verbunden ist. Das neue Jahrzehnt stellt die Gesellschaft wie auch Politik und Unternehmen vor große Herausforderungen. Darin liegen aber auch Chancen. Man muss sie nur zu nutzen wissen.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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