Kobalt: Der Boom ist noch lange nicht zu Ende

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Für den Durchbruch der Elektromobilität sind gute Batterien nötig. Kobalt gehört dabei zu den wichtigsten Rohstoffen.

Regelmäßige Leser wissen es: An dieser Stelle spreche ich auch über die wichtigen Batteriemetalle. Gerade dieser Sektor ist extrem spannend derzeit. Der Durchbruch der Elektromobilität steht bevor. Und genau das ist er Sektor von dem die Batteriemetalle wie beispielsweise Lithium oder auch Kobalt massiv profitieren werden.

Von vielen Experten wird Kobalt dabei sogar als das wichtigste Element angesehen, um die hochwertigen Elektrobatterien herzustellen. Die positiven Aussichten bei diesem Metall lassen sich auch an der Preisentwicklung gut ablesen. Innerhalb der vergangenen 12 Monate ist der Preis um 65 % auf jetzt über 90.000 Dollar pro Tonne angestiegen.

Etliche neue Marktstudien gehen von einem massiven Nachfrageschub aus. So wird die allein die Kobaltnachfrage aus der Batterieproduktion bis zum Jahr 2020 um 400 % zulegen. Nur dann wird es möglich sein, die dreifache Steigerung der Produktion von Elektrofahrzeugen auch tatsächlich in der Praxis umzusetzen.

Nachfrageschub beim Kobalt steht bevor

Eine ganz aktuelle Studie der Experten von CRU Mining stellt noch einen anderen Aspekt heraus. Durch die zum Teil hohen Investitionssummen für den Aufbau einer neuen Kobaltproduktion ist es gut möglich, dass sogar bis zum Jahr 2020 ein Angebotsdefizit von mindestens 10.000 Tonnen jährlich besteht. Allein an diesen Zahlen erkennen Sie schon, was auf dem Kobaltmarkt in den nächsten Jahren zu erwarten ist.

Kupfer Schmelzanlage – shutterstock_563965897 Djelen

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Genau diese Chancen sehen auch bekannte Namen der Rohstoffbranche schon längere Zeit. So sagt Robert Friedland, einer der erfolgreichsten Rohstoff Unternehmer der vergangenen Jahrzehnte: „Wenn ich nur ein Metall kaufen könnte, dann würde ich Kobalt kaufen.“ Friedland ist schon jetzt mit einem Unternehmen in diesem Sektor aktiv. Clean Tec hat aktuell eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die klar überzeichnet war.

Im Fokus des Unternehmens steht das Systerson Kobalt-Nickel-Platin-Scandium Projekt in Australien. Das Besondere an diesem Projekt ist einfach zusammenzufassen: Hier gibt es das größte und hochgradigste Kobaltvorkommen außerhalb Afrikas. In der Vormachbarkeitsstudie konnte das Unternehmen schon überzeugen. Die erschien im Februar 2017 und legte völlig andere Kobaltpreise zu Grunde. Doch schon da wurde klar, dass bei einer jährlichen Produktion von 5.000 Tonnen ein möglicher Umsatz beim Kobalt alleine von über 750 Millionen australischen Dollar möglich ist.

Gerade jetzt ist es bei dem Unternehmen besonders spannend, denn am Ende des laufenden Quartals soll die endgültige Machbarkeitsstudie mit den aktuellen Marktdaten vorliegen. Dann wird sich zeigen, ob dieses Kobaltprojekt in Australien tatsächlich das erhoffte Potenzial hat. Grundsätzlich ist dieses Vorkommen nur ein Beispiel für die aktuell guten Perspektiven beim Kobalt.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.