Kohl trägt Mitschuld an der Eurokrise

Helmut Kohl trug eine große Mitschuld an der Eurokrise. Hier erfahren Sie, weshalb. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Manch einer zählt die Tage, bis das ganze europäische Kartenhaus einstürzt. Dieser Zusammenbruch wird immer offensichtlicher.

Obwohl die EU-Fetischisten krampfhaft etwas zusammenhalten wollen, das so einfach nicht zusammenpasst.

Sehen Sie: Überall gibt es auf europäischer Ebene Streit – in der Finanz- und Wirtschaftspolitik, in der Stellung zu den USA, hinsichtlich der Frage zu den Russland-Sanktionen. Und ganz zu schweigen von der Asyl-Politik.

Die Politiker haben die Bürger vergessen

Die meisten Entscheidungen gehen ohnehin zu Ihren Lasten. Schauen Sie sich doch mal an, was aus Ihrem Vermögen, Ihrer Altersvorsorge wegen der katastrophalen Zinspolitik geworden ist. Und das ist leider erst der Anfang.

Nein, man will nicht böse unken, aber die Entwicklungen der letzten Jahre lassen keinen anderen Schluss zu.

Irgendwann kommt die ganze Wahrheit doch ans Licht

Hinzukommt die Tatsache, wie die Deutschen bei der Abschaffung der D-Mark – und damit bei der Einführung des Euro – regelrecht vorgeführt wurden. Auch darüber haben wir Ihnen ausführlich berichtet.

An dieser Stelle nur so viel: Der Preis für die deutsche Wiedervereinigung war die Europäisierung der D-Mark.

Damit hat der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl die stärkste Waffe der Deutschen geopfert, die stärkste Währung in Europa. Und das für die „Luschen“-Währung des Euro. Unfassbar.

Vor allem die Franzosen hatten damit ihr Ziel erreicht, die starke Deutsche Mark endlich loszuwerden. Und Kohl folgte ihnen willig.

Wie Sie inzwischen wissen erklärte selbst der Ex-Ministerpräsident des Bundeslands Sachsen, Kurt Biedenkopf dazu, dass die Währungsunion für Kohl wichtiger als die Stabilität war.

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Kohls verhängnisvoller Pyrrhussieg

Gesagt werden muss in diesem Zusammenhang noch, dass der damalige SPD-Kanzlerkandidat Gerhard Schröder davon sprach, dass eine überhastete Währungsunion eine kränkelnde Frühgeburt sei.

Doch Sie wissen: Wie die Zeitgeschichte zeigt, hat Kohl nicht nur die D-Mark geopfert, sondern mit der erkauften Wiedervereinigung auch die Bundestagswahlen gewonnen.

Kohl trägt Mitschuld an der Eurokrise

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Thyssen, Dieter Spethmann, einer der wichtigsten Wirtschaftsführer während der Regierungszeit Kohls, machte dem Ex-Kanzler ebenfalls Vorwürfe.

So sagte er:

„Kohl kannte die vielen berechtigten Einwände gegen die Einführung des Euro. Aber er hat sie alle beiseite gewischt. Deshalb trägt er … auch einen großen Teil der Verantwortung für die Eurokrise. Man hätte den Euro auf die wenigen Länder begrenzen müssen, die die Kriterien wirklich erfüllten.“

Sie werden belogen, getäuscht und manipuliert

Doch immer noch bügeln Eurokraten diese Kritik einfach weg. Wie Ex-Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der zum Besten gab und gibt: „Die Entscheidung, die D-Mark abzuschaffen, war nicht leicht, aber richtig.“

Die Einführung des Euro sei eine der bedeutendsten geschichtlichen Erfolge Kohls gewesen.

Dass ich nicht lache.

Nach wie vor werden Sie belogen und getäuscht

Sie sehen also, wie über diesen wichtigen zeitgeschichtlichen Hintergrund immer noch gelogen und getäuscht wird. Wie das Volk, der Bürger, der Sparer – also Sie – manipuliert werden.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.