Komax Holding: Günstiger Weltmarktführer

Komax konzentriert sich auf verschiedene Trends.

Zum einen werden in der Auto-Industrie immer komplexere elektronische Systeme eingesetzt, wodurch die Verkabelung zunimmt.

Damit werden die Kabelbäume immer umfangreicher und die Steckverbindungen aufgrund des beschränkten Platzes immer kleiner.

Daher nimmt bei der Produktion dieser Verbindungen die Automatisierung zu.

Komax profitiert als Marktführer überdurchschnittlich von dieser Entwicklung und bietet als einziger Anbieter komplexe Maschinen-Systeme zur Fertigung von Kabelbäumen an.

Große Chancen eröffnet der Wachstumsmarkt Medizin-Technik

Ein umfangreiches Know-how besitzt Komax auch im Bereich Medizin-Technik. Dort setzt Komax auf den Trend zur Selbstmedikation.

Patienten verabreichen sich immer häufiger selbst Medikamente beispielsweise mit Inhalatoren oder Injektions-Systemen.

Das Unternehmen bietet für die Montage dieser Hilfsmittel beispielsweise die entsprechenden Maschinen und Anlagen.

Der Bereich arbeitet ständig daran, das Sortiment zu verbreitern und hat umfassende Branchen-Kenntnisse, um sich erfolgreich auf diesem Gebiet zu bewegen.

Hoherer Gewinn und starker Auftrags-Eingang

Mit der Konzentration auf die beiden Schwerpunkte Kabel-Verarbeitung und Medizin-Technik hat Komax gute Voraussetzungen, um künftig weiter zu wachsen.

Nach vorläufigen Zahlen hat Komax im Geschäftsjahr 2015 den Umsatz um knapp 2% auf 370 Mio. SFr gesteigert.

Sowohl Wire als auch Medtech konnten beim Auftrags-Eingang deutlich zulegen. Der Auftrags-Eingang im größeren der beiden Geschäftsfelder Komax Wire wuchs um gut 15% auf 348,4 Mio. SFr.

Die anhaltend gute Verfassung der Automobil-Industrie sowie der unveränderte Trend in der Kabel-Verarbeitung, manuelle Prozesse weiter zu automatisieren und die Verarbeitungs-Qualität zu erhöhen, waren die treibenden Kräfte für den Anstieg.

Zudem wurde die Marktposition durch die Akquisition der österreichischen Thonauer Gruppe gestärkt. Insgesamt legte der Auftrags-Eingang um rund 20% auf 442,8 Mio. SFr zu.

Gespräche zum Verkauf von Medtech laufen

Die Sparte Medtech verzeichnete nach einem holprigen Start eine Belebung beim Bestellungs-Eingang, insbesondere im 4. Quartal.

Der Auftrags-Eingang stieg im Gesamtjahr um 45% auf 94,5 Mio. SFr. Dabei handelte es sich überwiegend um Wiederholungs-Aufträge von bestehenden und neuen Kunden.

Der volatile Geschäfts-Verlauf hatte allerdings die Kapazitäts-Auslastung an allen 3 Standorten gedrückt. Die strategische Überprüfung der Sparte Medtech macht Fortschritte.

Komax steht in Gesprächen mit Kauf-Interessenten. Den vollständigen Jahres-Abschluss veröffentlicht Komax am 22. März.

Positiver Ausblick…

Komax kann sich dem wirtschaftlichen Umfeld zwar nicht entziehen, doch ich bin überzeugt, dass sich das Unternehmen in der gegenwärtigen Situation behaupten wird.

Entsprechend gehe ich von weiterem profitablen Wachstum aus. Darüber hinaus wartet Komax selbst mit neuen Zielen auf. So sollen der Umsatz bis 2020 auf 480 Mio. SFr und die EBIT-Marge auf mindestens 13% steigen.

… und fundamental überzeugend

Aber nicht nur Aussichten und Ergebnisse stimmen. Auch die Bilanz-Relationen überzeugen.

Mit einer starken Eigenkapitalquote von rund 74% und 8 erfüllten Small-Cap-Kriterien ergibt sich insgesamt betrachtet ein fundamental überzeugendes Bild.

Und die solide Dividendenrendite sichert Ihnen einen Ertrag, der deutlich über dem von Festgeld oder einer Staatsanleihe liegt.

8. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Volker Gelfarth. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt