Kommende Steuern: Merkel schlägt Steuern auf Daten vor

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Die Regierung ist immer wieder sehr kreativ, wenn es darum geht neue Steuern einzuführen. Jetzt kommt ein neuer Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wenn der Staat neue Einnahmen generieren will, gibt es eine einfache Möglichkeit: Steuern erhöhen oder sogar neue Steuern einführen. Und gerade der Aspekt neuer Steuern wird immer wichtiger – auch weil sich die Welt in der wir leben so schnell verändert. Da kommt der Staat mit den alten Steuern gar nicht mehr mit.

Bundeskanzlerin Merkel forderte vor Kurzem auf dem internationalen Politikforum „Global Solutions“ in Berlin eine radikale Reform des Steuersystems. In diesem Zusammenhang sollte auch eine Besteuerung von Daten in Erwägung gezogen werden. Diese seien schließlich der zukünftige Rohstoff.

„Die Bepreisung von Daten, besonders die der Konsumenten, ist aus meiner Sicht das zentrale Gerechtigkeitsproblem der Zukunft“, sagte sie. Sonst würde man eine sehr ungerechte Welt erleben, weil die Menschen kostenlos Daten liefern und andere damit Geld verdienten. Sie verwies darauf, dass reale Dinge auch ihren Preis hätten und besteuert würden. Deshalb sei sie der Auffassung, dass Daten in unserem Steuersystem ebenfalls berücksichtigt werden müssten.

Politik ist völlig abgehoben: Neue Steuern werden nichts bringen

Mir zeigen solche Überlegungen in der Politik wieder einmal, wie abgehoben und unrealistisch Politiker heute denken und agieren. Statt endlich die – neben Belgien – höchste Steuer- und Abgabenlast der Welt zu senken, werden schon wieder neue Überlegungen angestellt, was man noch alles mit Steuern belegen könnte.

Das bestätigt meine Befürchtung, dass wir bei der nächsten Finanzkrise und den dabei entstehenden enormen Kosten mit noch viel mehr Steuern zu rechnen haben werden. Geld wird dann nicht nur für die Bankenrettung – wie während der Finanzkrise 2008 – benötigt, sondern auch für die Eurorettung, für welche vor allem Deutschland in den letzten Jahren massive Verpflichtungen eingegangen ist.

Nach meinen Berechnungen geht es allein beim Euro um etwa 1,3 Billionen Euro, welche bei einem Eurocrash in einer neuen Finanzkrise für Deutschland zur Disposition stehen. So viel Geld kann dann nur mit einer massiven Besteuerung insbesondere des Volksvermögens erwirtschaftet werden.

Deshalb rate ich Ihnen dazu, Ihr Vermögen flexibel anzulegen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Vermögenswerte jederzeit umschichten können und sie nicht unflexibel beispielsweise in Immobilien (außer dem Eigenheim) oder in geschlossenen Fonds fest angelegt haben.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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