Kommt die D-Mark wirklich zurück? – die Analyse

Die DM steht vor einem Comeback – meinen Spekulanten.

Noch immer ist nicht klar, in welche Richtung der Euro marschiert.

Inzwischen mehren sich die Gerüchte, dass Landeswährungen sich wieder durchsetzen werden und die Vorbereitungen zur Wiedereinführung schon lange laufen.

Die Gerüchte um DM-Noten gibt es bereits lange. Immer wieder wollen Beobachter gesehen haben, dass die DM von einer Druckerei produziert wurde.

Gerüchte um Termine

Jeder angekündigte Termin blieb dennoch bislang ungenutzt. Das bedeutet auch: Genießen Sie die aktuellen Stimmen mit größter Vorsicht.

Denn: Auf der anderen Seite erhärten sich aktuell zumindest die Gerüchte um die griechische Währung „Drachme“. Die Spekulation um die DM wird daher ebenfalls wiederkommen.

Drachme wird gedruckt

Geht es nach einem Finanzmagazin, könnte die Drachme zumindest bald über die Druckerpressen laufen.

Denn die weltweit größte Druckerei für Banknoten, „De la Rue“, ließ sich auf Nachfrage einer Redaktion entlocken: „Wir können das nicht kommentieren.“

Immerhin ist auch die Aktiennotierung von De la Rue seit vergangenem Herbst um gut 35% gestiegen – bei schrumpfendem Umsatz (-17%) sowie sinkendem Gewinn (-63%).

Das heißt: Die Märkte spekulieren bei der Druckerei-Aktie schlicht. Wenn es darum geht, Währungen zu drucken, könnte es auch zu Aufträgen aus Italien kommen – möglicherweise auch für die Deutsche Mark.

  • Zwar gibt es auch unter den Währungs-Druckereien Konkurrenz, De La Rue wäre bei einer Euro-Umstellung – in neue Währungen – jedoch einer der Sieger.
  • Inzwischen hat auch die Politik keine klare Meinung mehr, wobei sich die Stimmen mehren, dass etwa Griechenland aus dem Euroraum austreten sollte.
  • Entscheidend für die gesamte Entwicklung wird jetzt zunächst der 17. Juni sein. Hier wird Griechenland neu wählen und damit darüber entscheiden, ob der Euroraum auf die bisherige Weise fortgesetzt werden kann.
  • Wir gehen davon aus: diese Wahl wird zum Anlass genommen, ein neues Modell zu entwickeln – mit neuer Drachme.

Ob die nun schon gedruckt wird oder nicht – spielt keine erhebliche Rolle.

GeVestor meint: Die DM selbst wird sicher nicht schon neu gedruckt. Es reicht ein Hinweis auf eine tatsächlich neu stattfindende Druckaktion – und der Bankrun würde losbrechen. So, wie jetzt in Südeuropa, wo neue Tiefststände auf den Bankkonten gemessen werden.

Wir empfehlen, Spekulationen um die DM nicht zu glauben. Schutz vor dem Euro-Zusammenbruch brauchen Sie unserer Analyse nach schon. Dem Crash entgehen Sie mit Investitionen in Sachwerte – Aktien wie etwa von Nestlé.

Die Schweizer haben eine erstklassige Bilanz und sind in ihrem Markt sehr gut aufgestellt. Das heißt: sie sind Preissetzer,  unabhängig von irgendwelchen Währungssystemen. Deshalb ist Nestlé eine Langfristempfehlung für Ihr Depot.

Mehr zum Thema: DM vs. Euro – Kommt bald eine Währungsreform?

1. Juni 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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