Kommt dieser Star der 1980er zurück?

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Jedes Unternehmen hat seine Hochphasen. Bei Sony ist die Blütezeit leider vorbei. Wie es um den Konzern steht und ob die Aktie Potenzial für Überraschungen bietet. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

„It’s a Sony.“ Erinnern Sie sich noch an diesen legendären Werbeslogan? Der Claim ließ die Marke sprechen. Keine Adjektive, keine Werbung – schlicht und einfach ein Verweis auf das, wofür der japanische Konzern steht. Ob diese Werbung so heute auch noch funktionieren würde? Sony hat als Marke stark eingebüßt. Was Ende der 1980er Jahre Sony war, ist seit mindestens zehn Jahren Apple. Oder auch Samsung.

iele der heutigen Apple-Jünger wissen wahrscheinlich nicht einmal mehr, womit Sony heute sein Geld verdient. Sie auch nicht? Wir helfen Ihnen auf die Sprünge! Ganz nebenbei erfahren Sie, was die Aktie für Anleger zu bieten hat. Doch lesen Sie selbst.

Sony? Nur was für Sofa-Zocker

Sony ist in den verschiedenen Bereichen der Konsumelektronik mit seinen Marken weltweit führend. So verfügt der Konzern mit der PlayStation über eine der erfolgreichsten Spielekonsolen überhaupt. Doch auch mit Video-Profi-Equipments hat sich Sony über die Jahre einen guten Namen gemacht. Daneben produziert Sony Audiogeräte und auch Fernseher. Über Beteiligungen ist Sony auch im Filmgeschäft aktiv und auf dem Tonträgermarkt vertreten.

Sony hat für das 1. Halbjahr solide Zahlen vorgelegt. Die abgeschlossene Umstrukturierung zeigt Wirkung. Der Umsatz stieg um 5,5% auf rund 4,1 Bio Yen. Unterm Strich hat sich der Gewinn fast verdoppelt und legte um 87,8% auf 308,17 Yen pro Aktie zu. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 20,1% auf rund 434,5 Mrd Yen. Besonders gut hat sich die Gaming-Sparte entwickelt. Hier konnte bei steigenden Margen ein deutliches Umsatzplus erzielt werden.

Ist die Aktie mehr als Durchschnitt?

Positiv entwickelte sich auch das Musikgeschäft, wobei vor allem das Lizenzgeschäft die entscheidenden Wachstumsimpulse geliefert hat. Schlecht entwickelt haben sich dagegen die Geschäfte im Home Entertainment & Sound- Geschäft sowie die Bild-Sparte. Hier mussten Abschläge verkraftet werden. Innerhalb der Bild-Sparte entwickelte sich vor allem das Kamerageschäft erwartungsgemäß schlecht. Die Smartphones haben das Kamerageschäft unprofitabel gemacht, da für den Hobbybereich die verbauten Kameras in den Telefonen ausreichend sind.

Damit bleibt Sony nur noch ein Nischenmarkt für professionelle Kameras, der zudem noch mit den Konkurrenten Olympus und Canon hart umkämpft ist. Wir würden einen Rückzug aus diesem Geschäftsbereich begrüßen. Dagegen sehen wir weitere Chancen im Gaming- Bereich. Sony zählt hier mit seiner Playstation zu den unbestrittenen Marktführern. Zudem ist das klassische Daddeln längst salonfähig geworden und nicht nur eine Trenderscheinung bei Jugendlichen. Es ist ein Milliardenmarkt. Trotzdem bleibt Sony für uns eine mittelprächtige Aktie. Auch die Dividende ist mit 0,5% nicht der Rede wert.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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