Sony: Kommt dieses ehemalige Kult-Unternehmen zurück?

Was heute Apple ist, war früher Sony – oder hatten Sie in den 1980ern keinen Walkman?

Wenn Sie eher ein Kind der 1990er-Jahre sind, hatten sie wahrscheinlich einen Discman. Oder Sie gehörten zu den Wenigen, die Musik auf Minidisc gehört haben.

Sony hatte schon immer mehrere Eisen im Feuer

Wie dem auch sei: Anders als Apple ist Sony seit jeher durch sein breites Produkt-Spektrum bekannt.

Vielleicht liegt es auch daran, dass der Konzern außer während des Japan-Hypes in den 1980er-Jahren nie so wirklich als Börsen-Überflieger bekannt war. Doch was nicht ist, kann ja noch werden…

Sony ist in den verschiedenen Bereichen der Konsum-Elektronik mit seinen Marken weltweit führend. So verfügt der Konzern mit der PlayStation über eine der erfolgreichsten Spielekonsolen überhaupt.

Doch auch mit Video-Profi-Equipments hat sich Sony über die Jahre einen Namen gemacht. Daneben produziert die Firma Audiogeräte und auch Fernseher.

Über Beteiligungen ist der Elektronik-Konzern auch im Filmgeschäft aktiv sowie auf dem Tonträgermarkt vertreten.

Sony hat auch heute noch fast überall einen Fuß in der Tür

Die Folgen des Erdbebens im April und die hohe Abschreibung beim Verkauf der Batterie-Sparte haben Sony im 2. Quartal weitgehend um den Gewinn gebracht.

Weil die Produktion im lukrativen Geschäft mit Bildsensoren durch die Beben-Schäden nachhaltig gestört wurde, brach das operative Ergebnis um fast 50% ein.

Unterm Strich verdiente der japanische Elektronik-Riese von Juli bis September nur noch 4,8 Mrd. Yen – das war ein Einbruch um gut 85%.

Sony hatte zuvor eine Abschreibung von rund 33 Mrd. Yen bekanntgegeben, weil der Konzern sein Batterie-Geschäft mit Verlusten verkauft hatte.

Außerdem schrumpfte wegen des schwachen Smartphone-Marktes das Geschäft mit Kamera-Sensoren – eine wichtige Stütze für Sony. Der Umsatz sank entsprechend um 10,8% auf 1,89 Bio. Yen.

Nach Jahren des Konzern-Umbaus konzentriert sich Sony auf das Geschäft mit Unterhaltungs-Elektronik und Bildsensoren.

Der Verkauf der Batterie-Sparte war ein Teil der Neuausrichtung, drückte den Gewinn aber stärker als erwartet.

Bleibt zu hoffen, dass die Unterhaltungs-Elektronik im wichtigen Weihnachts-Geschäft bei Sony für Schwung gesorgt hat.

Solide, aber nicht mehr

Dazu sollte auch die leistungsstärkere Konsole Playstation 4 Pro beitragen.

Zudem rechnen wir damit, dass Sony mit der Brille für Spiele in der virtuellen Realität punkten kann, die günstiger als Konkurrenz-Modelle ist und von den Millionen Playstation-Spielern genutzt werden kann.

Das Geschäftsjahr will Sony Ende März mit einem operativen Gewinn von 270 Mrd. Yen abschließen.

Auf Sicht von 6 – 12 Monaten erwarten wir eine durchschnittliche Kurs-Entwicklung. Positiv wiegen ganz klar die Fortschritte beim Konzern-Umbau.

Belastend wirken die Abschreibungen. Die Dividende von 0,4% können Anleger vernachlässigen. Die Aktie ist nicht unattraktiv, aber ganz gewiss kein Überflieger.

2. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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